Eine Island Rundreise in 3 Wochen ist die ausführlichste Route, die wir empfehlen können — genug Zeit für die komplette Ringstraße, mehrere Hochland-Abstecher und die Westfjorde, die bei kürzeren Reisen fast immer auf der Strecke bleiben. Diese Route basiert auf unserer eigenen 3-wöchigen Islandreise im Sommer 2021, bei der wir genau diese Strecke gefahren sind — inklusive der Umwege, die sich gelohnt haben, und der Stellen, an denen wir mehr Zeit eingeplant hätten.
Zuletzt aktualisiert: August 2026
Reicht 3 Wochen für Island?
Ja — 3 Wochen sind die Reisedauer, mit der Ihr Island wirklich in der Breite erleben könnt: die komplette Ringstraße, mehrere Hochlandpisten und die Westfjorde. Wer weniger Zeit hat, sollte auf unsere Island Rundreise 2 Wochen oder die kompakte Island Rundreise 7 Tage ausweichen — beide lassen die Westfjorde und einen Teil der Hochland-Abstecher bewusst aus.
Island Rundreise 3 Wochen — Kurzübersicht
Für alle die schnell einen Überblick wollen — die 21 Tage auf einen Blick:
- Tag 1 Ankunft & Golden Circle
- Tag 2 Seljalandsfoss & Skogafoss
- Tag 3 Dyrhólaey & Vík
- Tag 4 Hochlandpiste F208 nach Landmannalaugar
- Tag 5 Landmannalaugar wandern
- Tag 6 Laki-Krater
- Tag 7 Þakgil & Fjaðrárgljúfur
- Tag 8 Skaftafell-Nationalpark
- Tag 9 Jökulsárlón & Diamond Beach
- Tag 10 Stokksnes & Ostfjorde
- Tag 11 Öxi Road, Hengifoss & Waterfall Circle
- Tag 12 Stuðlagil Canyon
- Tag 13 Askja
- Tag 14 Dettifoss & Húsavík Walbeobachtung
- Tag 15 Mývatn & Hverir
- Tag 16 Goðafoss, Akureyri & Fahrt zur F35
- Tag 17 Kerlingarfjöll & Hveradalir
- Tag 18 Anreise Westfjorde
- Tag 19 Westfjorde Süden: Rauðisandur & Látrabjarg
- Tag 20 Westfjorde Norden: Dynjandi & Ísafjörður
- Tag 21 Snæfellsnes & Rückreise
Was Ihr für diese Route braucht
Einen Mietwagen mit Allradantrieb — für die Hochlandpisten F208, F206, F905/F910 und F35 ist ein 4×4 Pflicht, ein einfacher SUV wie der Dacia Duster reicht für alle Etappen dieser Route außer dem Laki-Krater und Askja, wo mehr Bodenfreiheit von Vorteil ist. Bucht früh — im Sommer sind Mietwagen Monate im Voraus ausgebucht.
Die Kosten für 3 Wochen und 2 Personen liegen deutlich über der 2-Wochen-Route, grob geschätzt bei ca. 2.600–4.300 € im Budget-Bereich (proportional hochgerechnet aus den 2-Wochen-Werten unseres Island Kosten Guides, plus zusätzliche Fahrt-, Unterkunfts- und Verpflegungstage).
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Island Rundreise 3 Wochen — Reiseroute Tag für Tag
Tag 1 | Ankunft & Golden Circle
ca. 200 km · 2,5 Stunden Fahrzeit
Nach der Ankunft am Flughafen Keflavík holt Ihr den Mietwagen ab und fahrt Richtung Golden Circle. Strokkur-Geysir bricht alle 5 bis 10 Minuten aus und ist damit der zuverlässigste Fotostopp der ganzen Route, der mächtige Gullfoss-Wasserfall stürzt in zwei Stufen in eine 32 Meter tiefe Schlucht. Dazu der Þingvellir-Nationalpark mit der sichtbaren Kontinentalspalte zwischen Eurasischer und Nordamerikanischer Platte – hier tagte ab 930 n. Chr. auch das Alþingi, eines der ältesten Parlamente der Welt. Nach der langen Anreise ist das ein bewusst ruhiger erster Tag, an dem Ihr Euch erst einmal an Linksverkehr und Schotterstraßen gewöhnen könnt.
Tag 2 | Seljalandsfoss & Skogafoss
ca. 120 km · 1,5 Stunden Fahrzeit
Zuerst der Seljalandsfoss, hinter dessen Wasservorhang ein Pfad entlangführt – packt wetterfeste Kleidung ein, denn hier werdet Ihr garantiert nass. Nur wenige Minuten entfernt liegt der deutlich ruhigere Kvernufoss, den die meisten Tagesbusse auslassen. Am Nachmittag der Skogafoss — 60 Meter hoch, 25 Meter breit, und bei Sonnenschein fast garantiert mit Regenbogen im Sprühnebel. Eine steile Treppe führt zu einem Aussichtspunkt direkt über der Kante.

Wer Lust auf eine Wanderung hat, startet hier am Fimmvörðuháls-Weg ein paar Kilometer entlang des Flusses Skógá, vorbei an über 20 kleineren Wasserfällen.
Tag 3 | Dyrhólaey & Vík
ca. 70 km · 1 Stunde Fahrzeit
Das Felsplateau Dyrhólaey ragt rund 120 Meter über den Atlantik hinaus, von Mai bis August nisten hier tausende Papageientaucher direkt neben dem Aussichtspunkt. Danach der schwarze Strand Reynisfjara mit seinen sechseckigen Basaltsäulen und der Höhle Hálsanefshellir – einer der meistfotografierten Orte Islands, und das aus gutem Grund. Übernachtung in Vík í Mýrdal, dem südlichsten Dorf Islands mit seiner markanten roten Kirche über dem Ort.

Tag 4 | Hochlandpiste F208 nach Landmannalaugar
ca. 190 km · 6,5 Stunden Fahrzeit
Der erste Hochland-Tag dieser Route: die südliche F208 ist eine der eindrücklichsten Pisten, die wir in Island gefahren sind — Mondlandschaften, Flussdurchquerungen, Schneefelder auch im Sommer. Ein lohnender Abstecher führt zum See Langisjór, rund 20 km lang und bis zu 75 Meter tief, den wir bei unserem Besuch komplett für uns allein hatten. Am Abend erreicht Ihr Landmannalaugar — bunte Rhyolithberge, heiße Quellen, schwarze Lavafelder.

Tag 5 | Landmannalaugar wandern
ca. 90 km · 3 Stunden Fahrzeit (Rückweg zur Ringstraße)
Ein ganzer Tag fürs Wandern: der klassische Rundweg durch das schwarze Obsidian-Lavafeld Laugahraun (ca. 5 km, 2–3 Stunden) mit bizarren, glänzenden Lavaformationen, dazu ein Bad in der kostenlosen heißen Quelle direkt am Campingplatz, wo sich warmes Geothermalwasser mit kaltem Bachwasser mischt. Wer noch fitter ist, verlängert um den Aufstieg zum Bláhnúkur („Blauer Berg“) mit Panoramablick über das gesamte bunte Bergpanorama. Am Nachmittag geht es zurück Richtung Ringstraße.
Tag 6 | Laki-Krater
ca. 120 km · 4–5 Stunden Fahrzeit
Der Laki-Krater ist über die Hochlandpiste F206 ab Kirkjubæjarklaustur erreichbar — mehrere Furten, daher zwingend Allrad nötig, und Zeit einplanen, denn jede Furt will vorsichtig ausgekundschaftet werden. Über 130 Krater ziehen sich hier auf mehr als 25 Kilometern Länge, entstanden durch den verheerenden Ausbruch von 1783, der damals sogar das Klima in Europa beeinflusste. Ein kurzer Weg führt auf den Hauptkrater Laki hinauf, von dem Ihr die gesamte Kraterreihe überblickt – eine der eindrücklichsten Landschaften der ganzen Route, oft völlig menschenleer. Auf dem Weg liegt auch der Fjaðrárgljúfur-Canyon, den Ihr Euch für morgen aufheben könnt, wenn die Zeit heute knapp wird.
Tag 7 | Þakgil & Fjaðrárgljúfur
ca. 70 km · 1 Stunde Fahrzeit
Ein kurzer Abstecher zur versteckten Schlucht Þakgil über die kurvenreiche Straße 214 — ein von grünen Hängen umschlossener Talkessel mit Campingplatz in einer ehemaligen Höhle, den viele Rundreisende komplett auslassen, weil er nicht an der Ringstraße liegt. Danach weiter zum Fjaðrárgljúfur Canyon — ein kurzer Weg am Rand entlang reicht schon für die besten Ausblicke auf die bis zu 100 Meter tiefe, moosbewachsene Schlucht, die sich in mäandernden Kurven durchs Gestein zieht.

Tag 8 | Skaftafell-Nationalpark
ca. 80 km · 1 Stunde Fahrzeit
Im Skaftafell-Bereich des Vatnajökull-Nationalparks führt eine leichte Wanderung nah an den Gletscher Skaftafellsjökull heran, eine der zugänglichsten Gletscherzungen Islands ganz ohne Guide. Eine weitere Wanderung führt in knapp 45 Minuten zum Svartifoss, umrahmt von schwarzen, sechseckigen Basaltsäulen, die als Vorbild für die Architektur der Hallgrímskirkja in Reykjavík gelten. Der Nationalpark-Infopunkt am Parkplatz eignet sich gut für eine kurze Pause und Toiletten vor der Weiterfahrt.

Tag 9 | Jökulsárlón & Diamond Beach
ca. 70 km · 1 Stunde Fahrzeit
Die Gletscherlagune Jökulsárlón ist mit über 200 Metern Tiefe die tiefste Islands, hier treiben jahrhundertealte Eisberge in Blau- und Türkistönen Richtung Meer, oft begleitet von Robben. Direkt gegenüber, nur über die Straße, liegt der Diamond Beach, wo die Eisbrocken auf schwarzem Vulkansand glitzernd an Land gespült werden – bei tiefstehender Sonne ein Fotomotiv, für das sich locker eine Stunde lohnt.
Tag 10 | Stokksnes & Ostfjorde
ca. 230 km · 3 Stunden Fahrzeit
Stokksnes & Vestrahorn — ein schwarzer Lavasandstrand mit Dünen, vor dem sich das zackige, 454 Meter hohe Vestrahorn auftürmt, eines der meistfotografierten Bergpanoramen Islands (kleine Eintrittsgebühr für das Gelände). Dann weiter in die deutlich ruhigeren Ostfjorde, vorbei am Fischerort Höfn – bekannt für frischen Hummer – und einem möglichen Abstecher zum Geheimtipp Hvannagil („Golden Valley“), das nur rund 24 km von Höfn entfernt liegt.
Tag 11 | Öxi Road, Hengifoss & Waterfall Circle
ca. 280 km · 4 Stunden Fahrzeit
Die Öxi Road (Straße 939) wirkt mit ihren engen Serpentinen wie eine Hochlandpiste, ist aber ganz normal mit jedem Auto befahrbar — landschaftlich einer der schönsten Umwege der Route, spart zudem eine Stunde gegenüber der Ringstraße über Djúpivogur. Dann der Hengifoss, Islands drittgrößter Wasserfall, dessen Klippen aus abwechselnd roten Tonstein- und schwarzen Basaltschichten bestehen — ein knapp einstündiger Aufstieg. Wer noch Zeit hat: der Waterfall Circle bei der Laugarfell Highland Hostel — eine wenig bekannte Rundwanderung an mehreren kleinen Wasserfällen entlang, wo wir bei unserem eigenen Besuch 2021 komplett allein unterwegs waren — das war allerdings noch während Corona, mittlerweile wird der Weg zunehmend beliebter.

Tag 12 | Stuðlagil Canyon
ca. 150 km · 2 Stunden Fahrzeit
Der Stuðlagil Canyon liegt unweit von Egilsstaðir — hunderte sechseckige Basaltsäulen bilden die Wände einer engen, türkisblauen Flussschlucht, die erst durch die Regulierung eines Staudamms 2007 sichtbar wurde. Der West-Aussichtspunkt ist über eine kurze, aber steile Treppe erreichbar und reicht für den schnellen Blick, die Ost-Wanderung führt über eine Hängebrücke bis fast auf Wasserhöhe an den Grund der Schlucht.
Tag 13 | Askja
ca. 100 km · 6–7 Stunden Fahrzeit

Der aufwändigste Tagesausflug der Route: Askja ist über die Hochlandpisten F905/F910 erreichbar, rund 100 km ruppige Piste ab der Ringstraße. Das Highlight ist der Kraterssee Víti, in dem Baden möglich ist. Plant den ganzen Tag ein — bei geschlossener Piste (häufig bis in den Juli hinein wegen Schnee) fällt dieser Tag ersatzlos aus, das solltet Ihr vorher auf road.is prüfen.
Tag 14 | Dettifoss & Húsavík Walbeobachtung
ca. 150 km · 1,5 Stunden Fahrzeit
Auf dem Weg zur Walbeobachtungshauptstadt Húsavík ein Abstecher zum Dettifoss, einem der wasserreichsten Wasserfälle Europas — bei starkem Schmelzwasser im Frühsommer donnert die Gischt schon von Weitem hörbar über die Klippen. Die Anfahrt über Straße 864 (Ostseite) ist unbefestigt und ruppig, die Westseite über Straße 862 ist dagegen asphaltiert und bietet den klassischeren Blick. In Húsavík dann eine Wal-Tour buchen — die Chance, Buckel- oder sogar Blauwale zu sehen, ist hier höher als fast überall sonst in Island.

Tag 15 | Mývatn & Hverir
ca. 60 km · 1 Stunde Fahrzeit
Die Region Mývatn ist geologisch eine der aktivsten Islands — Lavafelder, Pseudokrater und der See selbst, der seinen Namen (wörtlich „Mückensee“) den Schwärmen im Hochsommer verdankt. Pflichtstopp: das Geothermalgebiet Hverir mit brodelnden Schlammtöpfen und zischenden Fumarolen, die die ganze Gegend nach Schwefel riechen lassen. Danach ein entspanntes Bad in den Mývatn Nature Baths — kleiner und weniger überlaufen als die Blaue Lagune, aber landschaftlich mindestens ebenso schön.

Tag 16 | Goðafoss, Akureyri & Fahrt zur F35
ca. 250 km · 3,5 Stunden Fahrzeit
Der Goðafoss, der „Wasserfall der Götter“, verdankt seinen Namen der Legende nach der Christianisierung Islands im Jahr 1000, als der Gesetzessprecher hier angeblich seine heidnischen Götterstatuen ins Wasser warf. Von beiden Uferseiten aus gut zugänglich, liegt er direkt auf dem Weg nach Akureyri, Islands „Hauptstadt des Nordens“ mit knapp 20.000 Einwohnern, botanischem Garten und einem gemütlichen Zentrum für eine Mittagspause. Danach fahrt Ihr weiter Richtung Westen zum nördlichen Startpunkt der Hochlandpiste F35 bei Blönduós, wo Ihr übernachtet, um am nächsten Morgen früh in die F35 einzusteigen.

Tag 17 | Kerlingarfjöll & Hveradalir
ca. 170 km · 3 Stunden Fahrzeit
Die F35 (auch Kjalvegur oder Kjölur genannt) ist mit rund 168 km Gesamtlänge eine der einfacheren Hochlandpisten Islands — keine Flussdurchquerungen, aber durchgehend Schotter. Etwa auf halber Strecke liegt die Abzweigung zum Geothermalgebiet Kerlingarfjöll & Hveradalir — orangefarbene Berge, dampfende Erdlöcher, eine der surrealsten Landschaften Islands. Plant für Hin- und Rückweg plus Aufenthalt den ganzen Tag ein.
Tag 18 | Anreise Westfjorde
ca. 220 km · 4 Stunden Fahrzeit
Zurück zur Ringstraße und weiter über die Straße 60 in die Westfjorde — die am wenigsten besuchte Region Islands und für uns die schönste der ganzen Reise. Ab hier wird es deutlich ruhiger: kaum Verkehr, kaum andere Reisende.

Tag 19 | Westfjorde Süden: Rauðisandur & Látrabjarg
ca. 120 km · 2,5 Stunden Fahrzeit
Der einsamste Strand Islands, Rauðisandur, mit seinem rötlich-goldenen, muschelweißen Sand liegt am Ende einer engen, kurvenreichen Schotterstraße über einen Bergpass – bei Ebbe zieht sich der Strand kilometerweit ins Watt. Fast nie überlaufen, oft habt Ihr ihn für Euch allein. Dann weiter zu den Vogelfelsen von Látrabjarg — dem westlichsten Punkt Europas und einer der größten Papageientaucher-Kolonien des Kontinents.

Tag 20 | Westfjorde Norden: Dynjandi & Ísafjörður
ca. 150 km · 3 Stunden Fahrzeit
Der beeindruckendste Wasserfall der Region: Dynjandi, eine fächerförmige Kaskade aus mehreren Einzelfällen (Bild unten). Danach der kostenlose Natur-Pool Hellulaug direkt am Meer, und wer noch Zeit hat, die ruhige Wanderung zum Valagil-Wasserfall bei Súðavík. Übernachtung in Ísafjörður, der Hauptstadt der Westfjorde und dem besten Ausgangspunkt für eine ruhige Walbeobachtung.

Tag 21 | Snæfellsnes & Rückreise
ca. 350 km · 5–6 Stunden Fahrzeit
Der letzte lange Fahrtag: zurück Richtung Süden und ein Abstecher auf die Halbinsel Snæfellsnes mit dem markanten Berg Kirkjufell und dem schwarzen Strand Djúpalónssandur. Wer die Etappe entzerren will, übernachtet auf Snæfellsnes und fährt am nächsten Morgen die letzten rund 170 km nach Reykjavík. Wer noch Zeit vor dem Flug hat: ein letzter Stopp an der Blauen Lagune, die direkt auf dem Weg zum Flughafen Keflavík liegt.
Was diese Route bewusst auslässt
Auch bei 3 Wochen bleibt einiges auf der Strecke: die Hochlandpiste F208 nach Þórsmörk als eigener Abstecher, das entlegene Naturreservat Hornstrandir (nur zu Fuß oder per Boot erreichbar) und der Drangajökull-Gletscher im Norden der Westfjorde. Wer das Hochland intensiver erleben will, kann Tag 5 und Tag 17 jeweils um einen weiteren Tag verlängern.
Praktische Tipps für die 3-Wochen-Rundreise
- Neu seit Januar 2026 — Straßennutzungsgebühr: Island hat die Mineralölsteuer durch eine kilometerbasierte Straßengebühr ersetzt (ca. 6,95 ISK/km für normale PKW). Bei rund 3.240 km Gesamtstrecke auf dieser Route ein spürbarer, aber überschaubarer Posten.
- Parkgebühren: Parka App und EasyPark vorher installieren — Þingvellir, Seljalandsfoss, Skaftafell, Diamond Beach und Landmannalaugar verlangen jeweils kleine Pauschalen.
- Mietwagen: Für diese Route braucht Ihr durchgehend Allrad — F208, F206, F905/F910 und F35 sind reine F-Straßen. Details im Mietwagen Guide.
- Unterkünfte: Bei 21 Tagen kann jede verpasste Buchung den Plan durcheinanderbringen — früh und gleichzeitig mit dem Mietwagen buchen. Alle Optionen im Übernachten-Guide, buchbar z.B. über Booking.com.
- Straßenstatus: Täglich road.is prüfen — F-Straßen öffnen meist erst ab Ende Mai/Juni, Askja teils erst im Juli.
- Beste Reisezeit: Juni–August — alle Straßen inkl. Hochlandpisten offen, Mitternachtssonne. Details: Beste Reisezeit Island.
Häufige Fragen zur Island Rundreise 3 Wochen
Reicht 3 Wochen für Island wirklich aus?
Ja — 3 Wochen sind genug für die komplette Ringstraße, mehrere Hochland-Abstecher (Landmannalaugar, Laki-Krater, Askja, Kerlingarfjöll) und die Westfjorde. Selbst dann bleibt Island so groß, dass Ihr nicht alles seht — Hornstrandir oder eine ausführlichere Snæfellsnes-Erkundung würden weitere Tage brauchen.
Was kostet eine Island Rundreise 3 Wochen?
Für 2 Personen im Budget-Bereich (Camping/Selbstkochen) rechnet mit ca. 2.600–4.300 €, im Komfort-Bereich (Hotels, Restaurants) mit ca. 6.150–9.300 € — grob hochgerechnet aus den 2-Wochen-Werten im Island Kosten Guide zzgl. der zusätzlichen 7 Tage Mietwagen, Unterkunft, Verpflegung und Sprit.
Braucht man für die 3-Wochen-Route zwingend einen 4×4?
Ja — anders als bei der reinen Ringstraßen-Route führt diese Strecke über vier Hochlandpisten (F208, F206, F905/F910, F35), die alle nur mit Allradfahrzeug erlaubt sind. Ein SUV wie der Dacia Duster reicht für die meisten Etappen dieser Route aus.
Sollte man die Route im oder gegen den Uhrzeigersinn fahren?
Wir sind gegen den Uhrzeigersinn gefahren (Süden zuerst) — das bringt den touristischsten Teil früh hinter sich. Da diese Route mehrere Hochland-Abstecher als Umwege von der Ringstraße einbaut statt sie strikt zu umrunden, funktioniert aber auch die umgekehrte Richtung gut.
Was lässt selbst eine 3-Wochen-Route noch aus?
Das Naturreservat Hornstrandir (nur zu Fuß/Boot erreichbar), den Drangajökull-Gletscher im Norden der Westfjorde und eine ausführlichere Erkundung von Snæfellsnes. Für alles davon bräuchtet Ihr weitere Tage on top.
Fazit
Eine Island Rundreise in 3 Wochen ist die Route, mit der wir selbst gefahren sind — und im Rückblick die Reisedauer, die Island wirklich gerecht wird. Ihr seht nicht nur die bekannten Highlights der Ringstraße, sondern auch das Hochland und die Westfjorde, die bei kürzeren Reisen fast immer fehlen. Wer die Zeit hat, sollte sie nehmen.




