Sehenswürdigkeiten

Seljalandsfoss Island: Wasserfall, hinter dem Wasserfall & Tipps (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 2. Juni 2026

Der Seljalandsfoss gehört zu den absoluten Highlights in Island und das hat einen ganz besonderen Grund. Man kann hintern den Wasserfall gehen und insbesondere zum Sonnenuntergang ist das ein besonders schönes Erlebnis.

Der Seljalandsfoss stürzt 60 Meter über eine Felsformation — und hinter dem Wasservorhang führt ein schmaler Pfad entlang. Ihr steht also buchstäblich hinter dem fallenden Wasser und schaut durch die Wasserwand auf die isländische Ebene. Das Rauschen, die Gischt, die komplett andere Perspektive — das ist eines der einprägsamsten Erlebnisse an der Südküste Islands. Dazu liegt er direkt an der Ringstraße und ist in wenigen Minuten vom Parkplatz aus erreichbar. Ein Pflichtbesuch.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Quick Overview
Beste ReisezeitGanzjährig
RegionSüden
EintrittKostenlos
Parkenca. 700–900 ISK

Was ist das Besondere am Seljalandsfoss?

Der Seljalandsfoss stürzt 60 Meter über eine Felsformation in die Tiefe — und dank einer natürlichen Aushöhlung hinter dem Wasserfall gibt es einen begehbaren Pfad direkt dahinter. Ihr könnt also durch das fallende Wasser auf die isländische Ebene schauen. Ein Foto das fast jeder Island-Reisende macht.

Der Wasserfall entsteht aus dem Fluss Seljalandsá — gespeist vom Gletscher Eyjafjallajökull, jenem Vulkan dessen Ausbruch 2010 den europäischen Luftraum lahmlegte.

Seljalandsfoss Wasserfall Island

Hinter den Seljalandsfoss gehen — was Ihr wissen müsst

Der Pfad ist schmal und rutschig. Gegen den Uhrzeigersinn laufen: Der felsige Abschnitt lässt sich so leichter erklimmen als verlassen. Dauer der Runde: ca. 15 Minuten ohne Stopps.

AchtungIm Winter (ca. Oktober–April) ist der Pfad hinter dem Wasserfall wegen Eisglätte gesperrt. Der Wasserfall selbst ist ganzjährig zugänglich.

Unbedingt mitnehmen:

  • Wasserdichte Jacke und Hose — der Sprühnebel durchnässt Euch sofort
  • Kamera schützen — wasserdichte Hülle oder Beutel, der Nebel ist enorm
  • Rutschfestes Schuhwerk — der Pfad ist nass und glitschig

Hinter dem Seljalandsfoss Wasserfall Island

Die besten Fotoperspektiven

Für das klassische Bild stellt Ihr Euch direkt vor den Wasserfall — Weitwinkel, Wasserfall mittig. Wer kreativer werden will: Von links (von der Seite mit der Treppe) bekommt Ihr den Wasserfall schräg ins Bild — bei Sonne entsteht dort fast immer ein Regenbogen. Von rechts habt Ihr den Wasserfall und die grüne Ebene dahinter im Hintergrund. Hinter dem Wasserfall selbst: Stativ mitnehmen, Langzeitbelichtung. Die Wasserwand als unscharfer Vorhang macht spektakuläre Bilder.

Gljúfrabúi — der versteckte Wasserfall nebenan

Nur wenige Minuten vom Seljalandsfoss entfernt versteckt sich der Gljúfrabúi in einer engen Schlucht. Von außen kaum zu sehen. Zwei Wege rein:

  • Trocken: Seitlich durch eine schmale Felsspalte quetschen — braucht etwas Mut aber Füße bleiben trocken
  • Nass: Durch den Bach waten — einfacher aber nasse Schuhe garantiert

Drinnen öffnet sich eine kleine Höhle mit einem donnernden Wasserfall. Kostenlos, kaum Touristen — absoluter Geheimtipp.

Beste Zeit für den Besuch

Der Seljalandsfoss ist nach Westen ausgerichtet — bei Sonnenuntergang perfektes Licht. Früh morgens vor 8:00 Uhr oder spät abends kommen. Mittags ist er einer der touristischsten Orte Islands.

Im Winter deutlich weniger Besucher, Pfad hinter dem Wasserfall gesperrt — die Eisformationen sind aber spektakulär.

Seljalandsfoss vs. Skogafoss — welcher ist schöner?

Beide liegen nur ca. 30 km voneinander entfernt — beide an einem Tag machbar. Beim Seljalandsfoss könnt Ihr hinter den Wasserfall gehen, beim Skogafoss ist die schiere Wucht beeindruckender. Beide ergänzen sich perfekt.

Kvernufoss — die untouristische Alternative

Wer hinter einen Wasserfall gehen will ohne Menschenmassen: Der Kvernufoss liegt nur wenige Minuten vom Skogafoss entfernt und bietet dasselbe Erlebnis — kostenlos, fast ohne Touristen. Seljalandsfoss für den Wow-Faktor, Kvernufoss für das ursprüngliche Erlebnis ohne Gedränge.

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Praktische Infos & Anfahrt

  • Anfahrt: Ringstraße (Route 1), ca. 120 km östlich von Reykjavik. Gut ausgeschildert
  • Parken: Kostenpflichtig direkt am Wasserfall — ca. 700–900 ISK. Weiter entfernt kostenlos parken und zu Fuß gehen
  • Eintritt: Kostenlos
  • Aufenthalt: 30–60 Minuten, mit Gljúfrabúi ca. 1,5 Stunden
  • Vor Ort: Imbiss und Toiletten am Parkplatz
  • GPS: 63.6156° N, 19.9886° W
  • Öffnung: Ganzjährig — Pfad hinter dem Wasserfall im Winter gesperrt
  • Tipp: Abends kommen — Westseitige Ausrichtung, perfektes Licht bei Sonnenuntergang

Was liegt in der Nähe?

Von hier sind es ca. 30 km zum Skogafoss, ca. 50 km zum Reynisfjara Strand und ca. 40 km zum Dyrhólaey. Den kompletten Süden findet Ihr in unserem Südisland Guide.

Häufige Fragen zum Seljalandsfoss

Kann man hinter den Seljalandsfoss gehen?

Ja — markierter Pfad hinter dem Wasservorhang entlang. Im Winter (Oktober–April) wegen Eisglätte gesperrt.

Kostet der Seljalandsfoss Eintritt?

Eintritt kostenlos. Parkplatz direkt am Wasserfall ca. 700–900 ISK. Weiter entfernt kostenlos parken.

Wie lange braucht man am Seljalandsfoss?

Rundweg ca. 15 Minuten. Mit Gljúfrabúi und Fotos besser 1–1,5 Stunden einplanen.

Was ist der Gljúfrabúi?

Versteckter Wasserfall wenige Minuten entfernt — in enger Schlucht verborgen. Kostenlos, kaum besucht. Entweder trocken durch Felsspalte oder nass durch den Bach.

Wann ist die beste Zeit für den Seljalandsfoss?

Früh morgens oder spät abends. Bei Sonnenschein und Sonnenuntergang besonders schön — Wasserfall ist nach Westen ausgerichtet.

Ist der Seljalandsfoss im Winter zugänglich?

Ja — ganzjährig. Pfad hinter dem Wasserfall im Winter gesperrt. Eisformationen spektakulär, viel weniger Besucher.

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