Die Jökulsárlón Gletscherlagune, der größte und bekannteste See Islands, ist ein atemberaubendes Naturwunder und ein unverzichtbares Highlight auf jeder Reise entlang der berühmten Ringstraße in Island. Als Hauptattraktion der Lagune ziehen die bis zu 30 Meter hohen Eisberge, die zu Tausenden im türkisblauen Wasser treiben, Jahr für Jahr unzählige Besucher an.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Jökulsárlón Gletscherlagune – Ein Island-Highlight
Einzigartige Lagune mit spektakulärem Anblick
Die Jökulsárlón Eislagune, die durch das Schmelzwasser des nahen Vatnajökull Gletschers gespeist wird, ist durch einen kurzen Flussabschnitt mit dem Meer verbunden. Diese Verbindung zum Meer verhindert, dass der See im Winter zufriert, da ständig salziges Meerwasser in die Lagune fließt. Das klare und saubere Wasser der Lagune sowie das imposante Wachstum des Sees seit den 1970er Jahren machen diesen Ort zu einem der beeindruckendsten Naturphänomene Islands.

Eisberge in verschiedenen Formen und Größen
Wenn Ihr am nahegelegenen Parkplatz ankommt, werdet Ihr sofort von der Größe und Schönheit der Gletscherlagune überwältigt sein. Ihr könnt hier Eisberge in verschiedensten Formen und Größen sehen – von riesigen 30-Meter-Kolossen bis hin zu kleinen, nur 50 cm aus dem Wasser ragenden Eisstücken. Es ist faszinierend, wie der größte Teil der Eisberge unter der Wasseroberfläche verborgen liegt.
Tierwelt und natürliche Schönheit
Mit etwas Glück könnt Ihr auch Seehunde beobachten, die zwischen den Eisbergen nach Nahrung suchen. Ein Spaziergang entlang des Ufers der Lagune offenbart immer neue und atemberaubende Perspektiven. Die Ruhe und Schönheit dieses Ortes ermöglichen es, stundenlang einfach nur dazusitzen und das Treiben der Eisberge zu beobachten.
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Diamond Beach – Eine kontrastreiche Naturschönheit
Der Diamond Beach gegenüber der Gletscherlagune ist ein weiteres Highlight Islands – wir waren dort selbst schon mehrfach und beschreiben unsere Eindrücke ausführlich in unserem separaten Diamond-Beach-Artikel. Wer noch weiter östlich fährt, erreicht die Halbinsel Stokksnes mit dem Vestrahorn, einem der fotogensten Orte Islands.
Entstehungsgeschichte der Jökulsárlón Gletscherlagune
Vom Gletscher zum Meer
Das Eis am Strand des Diamond Beach stammt von der Gletscherzunge Breiðamerkurjökull, einem Ausläufer des gigantischen Vatnajökull Gletschers – dem größten Gletscher Europas. Die Eisbrocken brechen vom Gletscher ab und treiben über die Lagune ins Meer, bevor sie am Strand angespült werden. Dieser Prozess kann, abhängig von der Größe und Form des Eisbrockens, Jahre dauern.
Natürliche Verbindung zum Meer
Die Verbindung der Jökulsárlón Gletscherlagune zum Meer ist natürlichen Ursprungs – ein rund 100 Meter breiter und etwa 20 Meter tiefer Kanal. Durch die Anbindung an den Atlantik schwankt der Wasserstand mit den Gezeiten um etwa 2 bis 3 Meter täglich. Ohne diese natürliche Verbindung zum Meer würde die Lagune wahrscheinlich schnell zufrieren. Nur durch den Zustrom des warmen Meerwassers bleibt die Lagune auch im Winter flüssig.

Tiefster See Islands
Mit einer Tiefe von rund 284 Metern ist die Jökulsárlón Gletscherlagune der tiefste See Islands. Die Lagune ist mittlerweile rund 25 km² groß und wächst durch den fortschreitenden Rückzug des Breiðamerkurjökull-Gletschers (aktuell etwa 200 Meter pro Jahr) um schätzungsweise 0,5 km² jährlich weiter. Noch vor etwa 100 Jahren reichte der Gletscher fast bis zum Meer, und es gab noch keine Lagune. Heute kann man den Gletscher nur noch in der Ferne erahnen.
Hotelempfehlung
Bei unserem Besuch an der Gletscherlagune haben wir im nur 10 Minuten entfernten Skyrhúsid Guesthouse* übernachtet. Ihr seid superschnell am Diamond Beach und schlaft trotzdem etwas entfernt von der Ringstraße. Die Zimmer sind liebevoll eingerichtet und es gibt eine große Gemeinschaftsküche.
Kristallklare und blaue Eisberge
Unterschiedliche Farben und Strukturen
Am Diamond Beach und in der Jökulsárlón Gletscherlagune gibt es sowohl transparente als auch blau gefärbte Eisbrocken. Die transparenten Eisberge entstehen durch langsam komprimierten Schnee und Eis, während die blauen Eisberge entstehen, wenn im Eis unter Wasser sämtliche Luftbläschen verdrängt wurden. Wenn die Sonne diese Eisbrocken anstrahlt, werden rote und gelbe Wellenlängen absorbiert, während Blau und Grün stärker reflektiert werden, wodurch diese Eisbrocken bläulich erscheinen.
Ausflugsmöglichkeiten an der Jökulsárlón Gletscherlagune
Bootstouren und Eishöhlen-Erkundungen (mehr Details zur Kristallhöhle im Vatnajökull)
Neben dem Spaziergang und dem Fotografieren könnt Ihr auch aufregende Abenteuer erleben. Bootsfahrten und Touren mit Amphibienfahrzeugen ermöglichen es, den Eisbergen ganz nahe zu kommen. Im Winter bieten sich zudem Touren durch die beeindruckenden Eishöhlen* an.
Reisetipps für die Jökulsárlón Lagune
Beste Reisezeit – Jede Jahreszeit hat ihren Reiz
Jökulsárlón ist zu jeder Jahreszeit wunderschön. Im Winter gibt es oft mehr Eisberge, während im Sommer mehr Eisberge kalben. Eine perfekte Reisezeit gibt es daher nicht wirklich. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle, abhängig vom Wetter. Bei blauem Himmel und während des Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangs ergeben sich besonders eindrucksvolle Farbenspiele.
Verweildauer – Nehmt Euch Zeit für dieses Naturwunder
Viele Besucher unterschätzen, wie viel Zeit man an diesem spektakulären Ort verbringen kann. Selbst ohne geplante Tour-Aktivitäten lohnt sich ein längerer Aufenthalt. Mindestens ein paar Stunden solltet Ihr einplanen, um die einzigartige Atmosphäre voll auszukosten.
Parken – kostenpflichtig seit 2023
Es gibt drei Parkplätze am Diamond Beach und an der Gletscherlagune – alle mit demselben Ticket nutzbar (1.000 ISK über die Parka App). Der erste Parkplatz Richtung Reykjavík ist am ruhigsten.
Anreise – einfach erreichbar entlang der Ringstraße
Die Jökulsárlón Gletscherlagune liegt direkt an der Ringstraße im Süden von Island und ist somit leicht erreichbar. Von Reykjavík benötigt Ihr etwa 5 Stunden für die ca. 380 km lange Strecke.
Wo übernachten?
Da die Anfahrt von Reykjavík rund 5 Stunden dauert, lohnt sich eine Übernachtung in der Region – etwa in Höfn, rund 1 Stunde östlich, oder näher an der Lagune in einem der wenigen Hotels vor Ort. Unterkünfte lassen sich bequem über Booking.com vergleichen und buchen; in der Hauptsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
Häufige Fragen zur Jökulsárlón Gletscherlagune
Ist der Eintritt zur Jökulsárlón Gletscherlagune kostenlos?
Ja, das Betreten der Lagune und der Ufer ist kostenlos. Das Parken kostet seit 2023 1.000 ISK über die Parka App – das Ticket gilt für alle drei Parkplätze inklusive Diamond Beach.
Wie tief ist die Jökulsárlón Gletscherlagune?
Rund 284 Meter – damit ist sie der tiefste See Islands. Durch den Gletscherrückgang wird sie jedes Jahr etwas tiefer und mit rund 25 km² auch etwas größer.
Wie weit ist Jökulsárlón von Reykjavík entfernt?
Etwa 380 km, das entspricht rund 5 Stunden reiner Fahrzeit über die Ringstraße.
Kann man in der Jökulsárlón Gletscherlagune schwimmen?
Nein, das Schwimmen ist lebensgefährlich und nicht erlaubt. Die Eisberge können jederzeit kippen oder brechen. Bootstouren sind die sichere Alternative, um nah an die Eisberge zu kommen.
Fazit
Die Jökulsárlón Gletscherlagune ist ein unvergleichliches Naturphänomen und zählt zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Islands. Nehmt Euch ausreichend Zeit, um dieses einzigartige Naturerlebnis in all seinen Facetten zu genießen. Die Kombination aus der Gletscherlagune und dem Diamond Beach bietet ein unvergessliches Erlebnis, das Ihr nicht verpassen solltet.