Wann soll ich nach Island? Diese Frage stellen sich fast alle die eine Islandreise planen. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an was Ihr erleben wollt. Wer Wandern, Hochland und Mitternachtssonne will — Sommer. Wer Nordlichter will — Herbst oder Winter. Wer günstig reisen und trotzdem viel sehen will — Mai oder September. Wir erklären Euch alle vier Jahreszeiten und geben Euch am Ende eine klare Empfehlung.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Wann nach Island reisen — schnelle Übersicht
| Reiseziel | Beste Monate | Preise |
|---|---|---|
| 🥾 Wandern & Hochland | Juli – August | Hoch |
| 🌌 Nordlichter | September – März | Günstig – Mittel |
| 🧊 Eishöhlen | November – März | Günstig |
| 🌸 Lupinenfelder | Juni | Hoch |
| 🐋 Walbeobachtung | April – September | Mittel – Hoch |
| 💰 Günstig reisen | Mai oder September | Günstig |
| 🚗 Roadtrip Ringstraße | Juni – September | Mittel – Hoch |
Unsere klare Empfehlung: Der Sommer ist die beste Reisezeit
Ganz klar empfehlen wir Euch den Sommer als beste Reisezeit für Island. Die Sommermonate Juni bis August bieten die wärmsten Temperaturen, die längsten Tage, alle Hochlandstraßen sind offen und Ihr könnt rund um die Uhr draußen sein. Die Mitternachtssonne macht es möglich: Um halb zehn noch zum Wasserfall? Kein Problem. Um Mitternacht noch einen Spaziergang? Warum nicht.
Natürlich sind die Preise im Sommer am höchsten und die Touristen zahlreich. Trotzdem würden wir Euch diese Reisezeit für eine Rundreise empfehlen.
Die Mitternachtssonne — ein Phänomen das man erlebt haben muss
Die Mitternachtssonne ist neben den Nordlichtern das wohl speziellste Phänomen auf Island. Aufgrund der nördlichen Lage geht die Sonne in den Sommermonaten Mai bis August nicht wirklich unter. Sie verschwindet für ein paar Stunden hinter dem Horizont, aber es wird nicht dunkel — vergleichbar mit der Morgen- oder Abenddämmerung in Deutschland.
Es ist so hell dass man das Licht am Auto nicht einschalten müsste. Man kann sich das kaum vorstellen wenn man noch nicht dort war. Der Nachteil: Viele können bei nicht abgedunkelten Fenstern schlecht schlafen. Daher haben die meisten Hotels dicke Vorhänge — trotzdem empfehlen wir eine Schlafmaske mitzunehmen.
Die vier Jahreszeiten in Island im Überblick
Frühling (Mai) — günstig und grün
Der Frühling in Island ist sehr kurz — eigentlich zählt nur der Mai dazu. Das Gras wird grüner, Blätter beginnen zu sprießen, das Wetter wird angenehmer. Der Tourismus erwacht langsam und Flüge und Hotels sind noch relativ günstig. Eine gute Zeit um das Land günstig zu bereisen und den großen Touristenmassen im Sommer zu entgehen.
Ab Ende Mai öffnen die ersten Hochlandstraßen — Hochland-Trips werden möglich. Die leuchtend lila Lupinenfelder die im Juni/Juli ganz Island überziehen beginnen zu blühen.
Vorteile: Günstigere Preise, weniger Touristen, Hochland beginnt zu öffnen
Nachteile: Noch kühl, nicht alle Straßen offen, Hochland noch teilweise gesperrt
Sommer (Juni–August) — Beste Reisezeit
Die Sommermonate sind die Hauptreisezeit. Temperaturen um 12–15°C, bis zu 24 Stunden Tageslicht, alle Straßen offen, alle Attraktionen in Betrieb. Wanderungen, Camping, Hochland-Expeditionen — alles ist möglich. Die leuchtend lila Lupinenfelder überziehen ganz Island und die Landschaft erstrahlt in sattestem Grün.
Das Hochland ist nun komplett zugänglich und bietet Zugang zu den spektakulärsten Landschaften die Island zu bieten hat. Papageientaucher (Puffins) nisten von Juni bis August in den Klippen — besonders am Reynisfjara und auf Látrabjarg.
Island im Juni: Lupinenblüte, Mitternachtssonne auf dem Höhepunkt, erstes Hochland öffnet. Noch etwas günstigere Preise als Juli/August.
Island im Juli: Wärmstes Wetter, alle F-Straßen offen, Hochsaison. Frühzeitig buchen — Unterkünfte und Mietwagen Monate im Voraus ausgebucht.
Island im August: Noch sommerlich, erste Herbstfarben Ende August, Puffins noch da. Leicht ruhiger als Juli.
Vorteile: Mildes Wetter, Mitternachtssonne, alles offen, beste Wanderbedingungen
Nachteile: Höchste Preise (ca. 30–40% teurer als Schultersaison), meiste Touristen, keine Nordlichter
Herbst (September) — Der Geheimtipp
Der isländische Herbst ist wie der Frühling eher kurz — eigentlich wird nur September als Herbstmonat gezählt. Die Blätter färben sich in herbstlichen Farben, die Temperaturen sind noch angenehm. Genau wie der Frühling eignet sich der Herbst als Schultersaison für eine preiswertere und klimatisch angenehme Reise.
Der September ist besonders attraktiv: Die ersten dunklen Nächte kehren zurück — und damit auch die ersten Chancen auf Nordlichter. Gleichzeitig sind die Temperaturen noch mild und viele Hochlandstraßen noch offen.
Island im September: Erste Nordlichter, herbstliche Farben, Hochland noch teilweise offen, ca. 30–40% günstigere Preise als Hochsaison. Unser Geheimtipp.
Vorteile: Günstigere Preise, erste Nordlichter möglich, herbstliche Farben, wenig Touristen
Nachteile: Hochland schließt Ende September, Wetter wird wechselhafter
Winter (Oktober–April) — Für Nordlichter und Eishöhlen
Der Winter in Island ist weniger geeignet für Camping oder längere Wanderungen. Nur 4–5 Sonnenstunden im Dezember, Straßen oft vereist, selten über dem Gefrierpunkt. Ein Roadtrip im Winter ist nicht ganz ungefährlich — ein Geländewagen ist fast Pflicht.
Trotzdem kann man im Winter herumreisen, die Kultur kennenlernen und besondere Erlebnisse haben: Eishöhlen und Eisskulpturen, schroffe verschneite Gletscher, gefrorene Wasserfälle. Der einzige Grund der den Winter unserer Meinung nach rechtfertigt: die Nordlichter, die sich in den Wintermonaten sehr gut beobachten lassen.
Vorteile: Nordlichter, Eishöhlen, Winterlandschaft, günstige Preise, wenig Touristen
Nachteile: Kalt, dunkel, gefährliche Straßen, Hochland geschlossen
Klimatabelle Island (Reykjavik)
| Monat | Ø Temp. | Sonnenstd./Tag | Regentage | Nordlichter |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 0°C | 1 | 14 | ✅ |
| Februar | 1°C | 3 | 13 | ✅ |
| März | 2°C | 5 | 13 | ✅ |
| April | 5°C | 6 | 12 | ⚠️ |
| Mai | 9°C | 7 | 11 | ❌ |
| Juni | 12°C | 6 | 11 | ❌ |
| Juli | 13°C | 6 | 12 | ❌ |
| August | 13°C | 5 | 13 | ❌ |
| September | 10°C | 4 | 14 | ✅ |
| Oktober | 6°C | 3 | 14 | ✅ |
| November | 3°C | 2 | 14 | ✅ |
| Dezember | 1°C | 1 | 15 | ✅ |
Klimadaten für Reykjavik. Im Hochland deutlich kälter und windiger.
Häufige Fragen zur besten Reisezeit Island
Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Für eine Rundreise: Juni bis August. Für Nordlichter: September bis März. Für günstige Preise: Mai oder September.
Wann nach Island reisen — Sommer oder Winter?
Für den ersten Islandbesuch empfehlen wir den Sommer — alles ist zugänglich, das Wetter am angenehmsten. Winter nur wenn Nordlichter das Hauptziel sind.
Kann man Island im Winter bereisen?
Ja — aber mit Einschränkungen. Hochland geschlossen, Straßen gefährlich, nur 4–5 Sonnenstunden. Der Hauptgrund für eine Winterreise: Nordlichter und Eishöhlen.
Wann sieht man die Mitternachtssonne in Island?
Von Mai bis August wird es in Island nicht richtig dunkel. Der Höhepunkt ist der 21. Juni — rund um die Sommersonnenwende.
Wann blühen die Lupinenfelder in Island?
Die lila Lupinenfelder blühen von Ende Mai bis Anfang Juli — besonders schön im Juni.
Ist Island im September noch warm genug?
Mit durchschnittlich 10°C in Reykjavik ist es kühl aber angenehm. Wanderjacke und Schichten sind trotzdem Pflicht — das Wetter ist wechselhaft.
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