Sehenswürdigkeiten

Diamond Beach Island: Diamantstrand, Jökulsárlón & Tipps (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 13. Juli 2026

Der Diamond Beach gehört zu den Orten in Island bei denen Ihr kaum glaubt was Ihr da seht. Schwarzer Lavasand, darauf verstreut glitzernde Eisbrocken in allen Größen — von handgroßen Splittern bis zu haushohen Eisbergen. Im Sonnenlicht funkeln sie wie riesige Diamanten. Daher der Name.

Wir waren im Juni innerhalb von zwei Wochen gleich zweimal dort. Beide Male völlig unterschiedlich — einmal mit sehr viel Eis am Strand, beim zweiten Mal deutlich weniger. Genau das macht den Diamond Beach aus: Er sieht nie zweimal gleich aus. Jeden Tag eine andere Kulisse.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Quick Overview
RegionSüden
EintrittKostenlos
Parken1.000 ISK (ca. 7 €) über Parka App

Was ist der Diamond Beach?

Der Diamond Beach — auf Isländisch Breiðamerkursandur — ist ein schwarzer Sandstrand direkt gegenüber der Jökulsárlón Gletscherlagune. Auf Deutsch wird er auch Diamantstrand, Diamantenstrand oder Diamant Strand Island genannt — alle meinen denselben Ort. Übrigens ist „Diamond Beach“ gar kein traditioneller isländischer Name: Er wurde erst vor einigen Jahren von einer Reisebloggerin erfunden, als Marketing-Name für Touristen — offiziell heißt der Strand bis heute Breiðamerkursandur (bzw. Fellsfjara für den genauen Küstenabschnitt). Die Eisberge die in der Lagune treiben fließen über einen kurzen Flussabschnitt ins Meer — und werden dann von den Wellen zurück an den Strand gespült. Dort liegen sie auf dem pechschwarzen Vulkansand und glitzern in der Sonne. Der Kontrast vom weißen und blauen Eis zum schwarzen Sand ist einfach phänomenal.

Das Besondere: Alles hängt vom Wind, den Gezeiten und der Sonne ab. Mal liegt der Strand voll mit riesigen Eisblöcken, mal findet man nur kleine Splitter. Aber spektakulär sieht es immer aus — als hätte jemand den Strand geplant. Die Natur ist halt der beste Baumeister.

Diamond Beach Island

Die verschiedenen Eisberge am Diamond Beach

Was uns bei unseren Besuchen besonders fasziniert hat: Jeder Eisbrocken ist anders. Es gibt transparente Eisberge — die „normalen“ — entstanden durch jahrtausendelange Kompression von Schnee und Eis. Dann gibt es die magisch blau leuchtenden: Diese entstehen wenn unter Wasser alle Luftblasen aus dem Eis verdrängt werden. Das Eis absorbiert dann die längeren Lichtwellenlängen und reflektiert vor allem Blau — daher die intensive Farbe. Und manchmal findet man schwarze Eisberge die durch die Aufnahme von Lavasand entstanden sind.

Es macht wirklich Spaß sich am Strand die unterschiedlichen Eisbrocken anzuschauen — manche sind so klar wie Glas, andere leuchten in tiefem Türkisblau, wieder andere sind von schwarzem Sand durchzogen.

Glitzernder Eisblock am Diamond Beach Island – transparenter Eisbrocken auf schwarzem Sand

Diamond Beach und Jökulsárlón — immer zusammen besuchen

Der Diamond Beach liegt direkt gegenüber der Jökulsárlón Gletscherlagune — die Ringstraße trennt die beiden. Beide zusammen besuchen ist Pflicht. Die Lagune zeigt Euch die Eisberge noch im Wasser — türkisblau, bis zu 30 Meter hoch, in einer riesigen stillen Lagune. Der Diamond Beach zeigt Euch was danach passiert wenn das Eis ins Meer treibt und zurückgespült wird.

Wer die Lagune vom Wasser erleben will kann eine Bootstour buchen — entweder mit dem Amphibienboot (auch für Kinder geeignet) oder dem Zodiac-Schnellboot das näher an die Eisberge herankommt. Tickets in der Hauptsaison unbedingt im Voraus buchen — die Touren sind oft ausgebucht.

Plant mindestens 2–3 Stunden für beide zusammen ein. Wer mehr Zeit hat: Je weiter Ihr an der Lagune entlangspaziert desto weniger Touristen trefft Ihr.

Robben und Puffins am Diamond Beach

Am Diamond Beach und an der Jökulsárlón Lagune gibt es Robben. Sie schwimmen zwischen den Eisbergen und sonnen sich manchmal am Strand. Durch den starken Touristenandrang ziehen sie sich oft zurück. Wer früh morgens oder spät abends kommt hat die besten Chancen Robben zu sehen.

Von Mai bis Juli nisten außerdem Papageientaucher (Puffins) in der Nähe — wer sie sehen möchte sollte in diesen Monaten kommen. Und mit etwas Glück und Geduld: Im Winter (November–März) ziehen gelegentlich auch Orcas vor der Küste vorbei, wenn sie Heringsschwärmen folgen — selten, aber keine Seltenheit für aufmerksame Beobachter.

Wann ist der Diamond Beach am schönsten?

Der Diamond Beach ist zu jeder Jahreszeit sehenswert — aber mit unterschiedlichen Vorzügen:

  • ☀️ Sommer (Juni–August): Viel Tageslicht, Mitternachtssonne möglich. Eisberge brechen häufiger vom Gletscher ab — mal mehr, mal weniger Eis am Strand. Wir waren im Juni zweimal dort und beide Male komplett verschieden.
  • ❄️ Winter (November–März): Spektakulärste Eisberge — mehr Eis, intensivere Farben. Dafür weniger Tageslicht und kältere Temperaturen. Kombinierbar mit Nordlichter-Jagd.
  • 🍂 Herbst (September–Oktober): Schultersaison — weniger Touristen, günstigere Preise, noch angenehme Temperaturen.
AchtungNiemals auf die Eisberge klettern — sie sind instabil und können sich jederzeit drehen oder brechen. Jedes Jahr gibt es Unfälle. Genauso gefährlich: Sogenannte Sneaker Waves — plötzliche, ungewöhnlich weit auslaufende Wellen, die euch unerwartet erfassen können. Am Wasser immer wachsam bleiben und genug Abstand zur Brandung halten. Abstand halten und die Warnschilder beachten.

Diamond Beach Island Karte & Anfahrt

  • Anfahrt: Direkt an der Ringstraße (Route 1), ca. 380 km von Reykjavik — ca. 5 Stunden Fahrt. Gut ausgeschildert
  • Parken: 1.000 ISK (ca. 7 €) über Parka App. Drei Parkplätze nutzbar mit einem Ticket. Erster Parkplatz Richtung Reykjavik am ruhigsten
  • Eintritt: Kostenlos
  • Aufenthalt: 1–2 Std. Diamond Beach, besser 2–3 Std. inkl. Jökulsárlón
  • GPS: 64.0489° N, 16.1795° W
  • Geöffnet: Ganzjährig, 24 Stunden
  • Tipp: Früh morgens, spät abends oder im Sommer um Mitternacht — dann kaum Touristen

Was liegt in der Nähe?

Häufige Fragen zum Diamond Beach Island

Was ist der Diamond Beach in Island?

Der Diamond Beach ist ein schwarzer Sandstrand direkt gegenüber der Jökulsárlón Gletscherlagune. Eisberge aus der Lagune werden von den Wellen an den Strand gespült und glitzern im Sonnenlicht wie Diamanten auf dem schwarzen Sand.

Kostet der Diamond Beach Eintritt?

Der Eintritt ist kostenlos. Der Parkplatz kostet 1.000 ISK (ca. 7 €) über die Parka App — drei Parkplätze mit demselben Ticket nutzbar.

Wann ist die beste Reisezeit für den Diamond Beach?

Ganzjährig sehenswert. Im Sommer schmilzt mehr Eis vom Gletscher — die Brocken können sogar größer sein als im Winter, aber insgesamt liegt im Winter mehr Eis am Strand. Im Sommer dank Mitternachtssonne auch um Mitternacht besuchbar — dann kaum Touristen. Im Winter mehr Eis und Nordlichter möglich.

Wie weit ist der Diamond Beach von Reykjavik?

Ca. 380 km — etwa 5 Stunden Fahrt auf der Ringstraße.

Wie lange sollte man am Diamond Beach einplanen?

Mindestens 1–2 Stunden für den Strand selbst. Mit der Jökulsárlón Lagune gegenüber besser 2–3 Stunden.

Gibt es Robben am Diamond Beach?

Ja — Robben schwimmen zwischen den Eisbergen und sonnen sich manchmal am Strand. Früh morgens oder spät abends sind die Chancen am besten.

Warum sieht der Diamond Beach jeden Tag anders aus?

Menge und Größe der Eisbrocken hängen von Wind, Gezeiten, Sonneneinstrahlung und Gletscheraktivität ab. Wir waren zweimal im Juni dort — einmal mit sehr viel Eis, einmal mit deutlich weniger. Beide Male spektakulär.

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