Der Skógafoss ist ein Must-Do auf Eurer Island-Rundreise — und das sagen wir nicht leichtfertig. Wir haben ihn auf unserer vier Wochen langen Islandreise im Juni sogar zweimal besucht. Einmal nur um den Wasserfall zu sehen — und beim zweiten Mal um auch ein Stück des Fimmvörðuháls-Wanderwegs zu laufen. Beide Male waren wir begeistert.
Dieser Wasserfall liegt direkt an der Ringstraße, ist in wenigen Minuten vom Parkplatz erreichbar und liefert trotzdem Bilder, die man so schnell nicht vergisst. Besonders toll: Ihr könnt bis an den Fuß des Wasserfalls laufen. Je näher ihr rangeht, desto besser wird die Perspektive. Und ein Fotografen-Tipp den wir selbst ausprobiert haben: Ein bisschen ranzoomen und Ihr bekommt einen wunderschönen Effekt mit einem riesigen unscharfen Wasserfall im Hintergrund. Aber Vorsicht — es wird nass.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026
Skogafoss oder Seljalandsfoss — welcher ist schöner?
Beide sind Highlights und liegen nur ca. 30 km voneinander entfernt — beide an einem Tag machbar. Beim Seljalandsfoss könnt Ihr hinter den Wasserfall gehen, beim Skogafoss ist die schiere Wucht beeindruckender.

Der Aufstieg — Skogafoss von oben
An der rechten Seite des Wasserfalls führt eine Treppe hinauf zur Aussichtsplattform — insgesamt rund 380 Stufen. Die ersten 30 sind breit und gemütlich, dann folgen etwa 350 schmalere Metallstufen. Oben angekommen habt Ihr den Wasserfall direkt unter Euch und einen weiten Blick über die flache Ebene bis zum Meer. Wer Höhenangst hat: Die Plattform hat Gitter, ist aber offen — nichts für schwache Nerven.
Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Unten seht Ihr die Wucht des Wasserfalls, oben bekommt Ihr das große Bild.

Der Wanderweg Fimmvörðuháls — für Wanderfreunde
Von der Aussichtsplattform oben startet der berühmte Trekkingpfad Fimmvörðuháls. Er führt wunderschön entlang des Flusses Skoga über 25 km bis nach Þórsmörk — vorbei an über 25 weiteren Wasserfällen, durch Lavafelder und zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull hindurch. Eine der schönsten Mehrtagestouren Islands.
Wer keine ganze Mehrtageswanderung machen will, kann den Weg auch einfach einige Kilometer entlang laufen und dann umkehren — genau so haben wir es gemacht. Schon nach wenigen hundert Metern lässt der Trubel des Parkplatzes nach und die kleineren Wasserfälle auf der Strecke hat man dann fast für sich allein. Wir sind die ersten paar Kilometer gegangen und waren begeistert wie schnell man dem Touristenstrom entkommt.
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Die Legende des Skogafoss
Der Wasserfall hat eine Geschichte: Der Wikinger Þrasi Þórólfsson, einer der ersten Siedler in diesem Gebiet, soll einen Schatz — eine Kiste voller Gold und Edelsteine — in einer Höhle hinter dem Wasserfall versteckt haben. Jahrhunderte später sollen mutige Seelen versucht haben ihn zu bergen. Gefunden wurde nur der Henkel der Truhe. Er wird heute im Skógar Museum ausgestellt.
Kvernufoss — der Geheimtipp daneben
Nur wenige Minuten vom Skogafoss entfernt liegt der Kvernufoss — deutlich weniger besucht und mindestens genauso beeindruckend. Ihr könnt hier sogar hinter den Wasserfall gehen. Wer Zeit hat: unbedingt mitnehmen. Die meisten Touristen fahren nach dem Skogafoss direkt weiter — Euer Vorteil.
Praktische Infos
- Anfahrt: Direkt an der Ringstraße (Route 1), ca. 150 km östlich von Reykjavik. Gut ausgeschildert. GPS: 63°31’58.4″N 19°30’55.0″W. Achtung: Die letzten 2 km auf der Nebenstraße können Schlaglöcher haben — langsam fahren
- Parken: 1.000 ISK (~7 €) über die Parka App — Kennzeichen wird geprüft. Im Sommer früh ankommen
- Eintritt: Kostenlos
- Aufenthalt: 1–2 Stunden inkl. Aufstieg, länger mit Wanderung
- Vor Ort: Café, Restaurant, Toiletten, Souvenirladen direkt am Parkplatz
- Ausrüstung: Regenjacke unbedingt einpacken wenn Ihr nah ran wollt — Kamera und Handy schützen
- Beste Reisezeit: Ganzjährig — im Winter mit Eisformationen besonders spektakulär
- Tipp: Früh morgens kommen — die Reisebusse kommen erst ab 10:00 Uhr
Was liegt in der Nähe?
Vom Skogafoss aus sind es nur wenige Kilometer zum Reynisfjara schwarzen Sandstrand und nach Dyrhólaey. Wer westlich weiterfährt, erreicht den Seljalandsfoss (ca. 30 km). Den gesamten Süden Islands findet Ihr in unserem Südisland Guide.
Häufige Fragen zum Skogafoss
Kostet der Skogafoss Eintritt?
Nein — der Eintritt ist kostenlos. Der Parkplatz kostet 1.000 ISK (~7 €) über die Parka App.
Kann man hinter den Skogafoss gehen?
Nein — das geht beim benachbarten Seljalandsfoss. Beim Skogafoss könnt Ihr aber bis direkt an den Fuß des Wasserfalls laufen — der Sprühnebel ist dort enorm.
Wie viele Stufen hat der Aufstieg beim Skogafoss?
Rund 380 Stufen — 30 breite Stufen am Anfang, dann ca. 350 schmalere Metallstufen bis zur Aussichtsplattform.
Wie lange braucht man am Skogafoss?
Mindestens 1 Stunde für Fuß des Wasserfalls und Aufstieg. Mit dem Wanderweg flussaufwärts und einem Abstecher zum Kvernufoss eher 2–3 Stunden.
Ist der Skogafoss im Winter zugänglich?
Ja — ganzjährig. Im Winter bilden sich beeindruckende Eisformationen rund um den Wasserfall. Straßen werden geräumt, Status vorher auf vejar.is prüfen.
