Akureyri ist die größte Stadt außerhalb von Reykjavik — mit gerade einmal 18.000 Einwohnern. Im touristisch überlaufenen Island ist das eine wohltuende Abwechslung. Weniger Reisebusse, weniger Gedränge, mehr Charme. Die Stadt liegt am Ende des Eyjafjörður — dem längsten Fjord Islands — umgeben von Bergen und mit einem Stadtbild das überraschend lebendig ist für einen Ort dieser Größe. Einen Tag hier ist gut investiert.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Was ist Akureyri?
Akureyri liegt im Norden Islands am Ende des Eyjafjörður — des längsten Fjordes Islands, nur 100 km vom Polarkreis entfernt. Die Stadt hat ca. 18.000–19.000 Einwohner und gilt als „Hauptstadt des Nordens“. Touristisch ist hier viel weniger los als im überlaufenen Süden. Das macht Akureyri für viele Reisende zu einer echten Erholung auf der Rundreise.
Eine Besonderheit die Akureyri von jeder anderen Stadt der Welt unterscheidet: Die Ampeln an der Hauptstraße leuchten in Herzform statt in der üblichen runden Form. Ein liebenswertes Detail das fast jeder Besucher fotografiert.
Akureyri auf eigene Faust — die Sehenswürdigkeiten
1. Akureyrarkirkja — die Kirche über der Stadt
Die Akureyrarkirkja thront auf einem Hügel über der Stadt und ist von überall sichtbar. Entworfen vom selben Architekten wie die Hallgrímskirkja in Reykjavik — Guðjón Samúelsson — hat sie einen ähnlich markanten Stil. Die Aussicht von der Treppe hinunter auf den Fjord ist allein den Aufstieg wert. Eintritt kostenlos.
2. Lystigardurinn — nördlichster Botanischer Garten Europas
Der botanische Garten von Akureyri überrascht — trotz der nördlichen Lage gibt es hier über 7.000 Pflanzenarten aus aller Welt. Wegen der geschützten Lage am Fjord ist das Klima in Akureyri für den Norden Islands ungewöhnlich mild. Im Sommer eine grüne Oase. Eintritt kostenlos.
3. Hof — Kultur- und Konferenzzentrum
Das kreisrunde Hof-Zentrum direkt am Hafen wurde von isländischen Basaltsäulen inspiriert. Im Erdgeschoss gibt es die Touristeninformation — ein guter erster Stopp bei Ankunft. Von hier aus starten auch viele Whale-Watching-Touren.
4. Innenstadt und Hafnarstræti
Die Hauptstraße Hafnarstræti ist die Einkaufs- und Restaurantmeile von Akureyri — überschaubar aber lebendig. Kleine Cafés, lokale Läden und ein angenehmes Tempo. Ein Spaziergang hier dauert maximal 20 Minuten — genug Zeit um die Herzchenampeln zu fotografieren.
5. Jólasafnið — das Weihnachtsmuseum
Weihnachten das ganze Jahr — das Weihnachtsmuseum ist eine kuriose isländische Eigenheit. Dekorationen, Geschichte der isländischen Weihnachtstradition, Yule Lads (die 13 isländischen Weihnachtsmänner). Eintritt ca. 1.500 ISK. Für Kinder sehr empfehlenswert.
6. Laufás — historische Torfhäuser
Nur ca. 25 Minuten von Akureyri entfernt liegt das Freilichtmuseum Laufás mit gut erhaltenen historischen Torfhäusern. Hier seht Ihr wie die Isländer bis ins 20. Jahrhundert gelebt haben. Saisonale Öffnungszeiten — vor dem Besuch prüfen.
Delfine und Wale im Eyjafjörður
Das ist eine Information die kaum jemand auf dem Schirm hat: Im Eyjafjörður — direkt vor der Stadt — schwimmen regelmäßig Delfine. Weißschnauzendelfine sind im Fjord heimisch und werden häufig bei Bootstouren gesichtet. Dazu kommen Mink- und Buckelwale.
Whale-Watching-Touren starten direkt am Hafen von Akureyri. Im Vergleich zu Husavik sind die Touren hier weniger bekannt — aber preislich ähnlich. Mehr Infos zu Walbeobachtung in der Region findet Ihr in unserem Walbeobachtung Akureyri Artikel.
Akureyri Ausflüge auf eigene Faust — die beste Umgebung
Akureyri ist ein idealer Ausgangspunkt für die Highlights des Nordens. Diese Ziele lassen sich gut als Tagesausflug kombinieren:
Goðafoss — „Wasserfall der Götter“, ca. 50 km östlich. 158 Meter breit, 11 Meter hoch — direkt an der Ringstraße. Der Name kommt von einer isländischen Sage nach der hier die letzten heidnischen Götterbilder ins Wasser geworfen wurden.
Hverir & Mývatn — ca. 100 km östlich. Geothermalgebiet, Schlammpools, dampfende Quellen — eines der surrealen Highlights Islands.
Husavik — ca. 90 km nordöstlich. Die Welthauptstadt der Walbeobachtung — fast garantierte Walsichtungen.
Dettifoss — ca. 160 km östlich. Der mächtigste Wasserfall Europas. Für einen Tagesausflug sehr weit, aber machbar mit frühem Start.
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Akureyri Geheimtipps — was die meisten verpassen
Das Skigebiet Hlíðarfjall liegt direkt über der Stadt — im Sommer Wanderwege mit Fjordblick. Geothermalbad Sundlaug Akureyrar — für Isländer Alltag, für Besucher echtes lokales Erlebnis. Kjarnaskógur-Wald am Stadtrand — Wanderwege, Mountainbike, Picknickplätze, 200+ Pflanzenarten, im Winter Loipen. Fast keine Touristen.
Akureyri Wasserfall — der Goðafoss in der Nähe
Der bekannteste Akureyri Wasserfall in der Nähe ist der Goðafoss — ca. 50 km östlich, direkt an der Ringstraße. 158 Meter breit, 11 Meter hoch. Der Name „Wasserfall der Götter“ kommt von einer Sage nach der hier die letzten heidnischen Götterbilder ins Wasser geworfen wurden. Ein Pflichtbesuch auf dem Weg nach oder von Akureyri.
Akureyri auf eigene Faust zu Fuß erkunden
Die Innenstadt ist kompakt und komplett zu Fuß erkundbar. Vom Hafen aus sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in 15–30 Minuten zu Fuß erreichbar. Die Stadt hat außerdem kostenlose Stadtbusse — ideal wenn Ihr weiter außerhalb übernachtet.
Ein möglicher Stadtrundgang: Hafen → Hof Kulturzentrum → Hafnarstræti (Hauptstraße mit Herzchenampeln) → Akureyrarkirkja (bergauf) → Botanischer Garten → zurück zum Hafen. Ca. 2–3 Stunden.
Akureyri Praktische Infos & Anfahrt
- Anfahrt: Ca. 390 km von Reykjavik auf der Ringstraße — ca. 4,5–5 Stunden. Auch per Inlandsflug von Reykjavik in ca. 45 Minuten erreichbar
- Stadtbusse: Kostenlos innerhalb von Akureyri
- Klima: Für den Norden Islands überraschend mild — geschützte Fjordlage, 100 km vom Polarkreis. Sommer 10–15°C, Winter typisch -2 bis -6°C
- Einkaufen: Bónus Supermarkt vorhanden — günstigste Option für Verpflegung
- Beste Reisezeit: Juni–August für Ausflüge. Winter für Nordlichter und Skigebiet Hlíðarfjall
Akureyri für Kreuzfahrer — auf eigene Faust erkunden
Akureyri ist ein beliebter Kreuzfahrthafen — viele Schiffe ankern im Eyjafjörður und fahren bis ganz ans Ende des Fjordes. Allein die Einfahrt durch den 60 km langen Fjord ist ein Erlebnis. Der Hafen liegt direkt am Stadtzentrum — vom Schiff aus sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in 15 Minuten zu Fuß erreichbar.
Für Kreuzfahrtgäste besonders praktisch: die kostenlosen Stadtbusse, die Touristeninformation im Hof-Kulturzentrum direkt am Hafen und die kompakte Innenstadt die sich gut in einem halben Tag erkunden lässt. Whale-Watching-Touren werden ebenfalls direkt am Hafen angeboten — oft noch spontan buchbar.
Nordlichter in Akureyri
Akureyri liegt weit im Norden — 100 km vom Polarkreis — und ist damit ein guter Ausgangspunkt für die Nordlichter-Jagd. Von September bis März sind die Nächte lang genug. Wer aus der Stadt herausfährt hat weniger Lichtverschmutzung und bessere Chancen. Das Skigebiet Hlíðarfjall über der Stadt bietet im Winter einen erhöhten Standort für Nordlicht-Beobachtungen.
Übernachten in Akureyri
Akureyri bietet eine gute Auswahl an Unterkünften für jeden Budgettyp. Guesthouses und kleinere Hotels sind deutlich günstiger als in Reykjavik — ein weiterer Vorteil der Stadt im Norden. Campingplätze gibt es direkt in der Stadt. Für alle Hotelpreise gilt: im Sommer früh buchen — die Hochsaison ist auch hier schnell ausgebucht.
Restaurants in Akureyri
Die kulinarische Szene ist überschaubar aber gut. Empfehlenswert sind Kaffi Ilmur am Hafen für Suppen und isländische Hausmannskost, und Bautinn in der Innenstadt — eines der ältesten Restaurants der Stadt mit Lamm und Fisch vom Tagesfang. Für günstige Verpflegung: Bónus Supermarkt für Selbstversorger.
Häufige Fragen zu Akureyri
Wann ist die beste Reisezeit für Akureyri?
Juni bis August für Ausflüge und angenehmes Wetter. September und Oktober für erste Nordlichter. Winter für Skigebiet Hlíðarfjall und Nordlichter. Mehr zur Besten Reisezeit Island.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Akureyri?
Akureyrarkirkja, Lystigardurinn (nördlichster Botanischer Garten Europas), Hof Kulturzentrum, Hafnarstræti mit Herzchenampeln, Jólasafnið (Weihnachtsmuseum), Laufás (Torfhäuser). Dazu Delfin- und Walbeobachtung direkt im Fjord.
Gibt es ein Schwimmbad in Akureyri?
Ja — das Sundlaug Akureyrar ist ein typisch isländisches Geothermalbad mit Außenpools, Hot Pots und Wasserrutsche. Eintritt ca. 1.200 ISK. Sehr empfehlenswert als lokales Erlebnis.
Was ist Akureyri bekannt für?
Die Herzchenampeln, die Akureyrarkirkja, den nördlichsten Botanischen Garten Europas und als Ausgangspunkt für Highlights des Nordens — Goðafoss, Mývatn, Husavik. Dazu Delfine und Wale direkt im Fjord.
Wie viele Einwohner hat Akureyri?
Ca. 18.000 — damit die größte Stadt Islands außerhalb von Reykjavik. Zum Vergleich: Reykjavik hat über 120.000 Einwohner.
Wie lange braucht man für Akureyri?
Die Innenstadt ist an einem halben Tag erkundbar. Mit Ausflügen in die Umgebung (Goðafoss, Mývatn) plant mindestens 1–2 Tage ein.
Gibt es Delfine in Akureyri?
Ja — Weißschnauzendelfine sind im Eyjafjörður heimisch und werden regelmäßig bei Bootstouren gesichtet. Whale-Watching-Touren starten direkt am Hafen.
Wie weit ist Akureyri von Reykjavik?
Ca. 390 km — etwa 4,5–5 Stunden Fahrt auf der Ringstraße. Alternativ Inlandsflug in ca. 45 Minuten.
Was ist der Goðafoss?
Ein spektakulär breiter Wasserfall ca. 50 km östlich von Akureyri — direkt an der Ringstraße. Einer der bekanntesten Wasserfälle Islands, gut als Halbtagsausflug.

