Reiseplanung & Praktisches

Übernachten in Island: Hotels, Camping & Unterkunftstipps (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 17. Juli 2026

Von einfachen Zeltplätzen mitten im Hochland bis zum komfortablen Hotel mit Fjordblick – Island bietet für jedes Budget und jeden Reisestil eine passende Unterkunft. Die Herausforderung ist eher, rechtzeitig zu buchen: Gerade in der Hochsaison und in abgelegenen Regionen sind gute Unterkünfte oft Monate im Voraus ausgebucht. Hier bekommt Ihr den Überblick über alle Unterkunftsarten und wie Ihr sie am besten plant.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Die Unterkunftsarten im Überblick

  • Hotels: von einfach bis luxuriös, in allen größeren Orten und entlang der Ringstraße verfügbar
  • Gästehäuser (Guesthouses): oft familiär geführt, Zimmer oder kleine Apartments, meist günstiger als Hotels
  • Hostels: günstigste Option mit eigenem Zimmer oder Bett im Mehrbettzimmer, vor allem in Reykjavík und größeren Orten
  • Ferienhäuser (Cottages): eigenständige Häuser, oft mit Küche, gut für Familien oder längere Aufenthalte in einer Region
  • Campingplätze: günstigste Option, im ganzen Land verteilt, ideal in Kombination mit Mietwagen oder Campervan
  • Berghütten im Hochland: einfache Unterkünfte an Wanderrouten und Hochlandpisten, z. B. in Landmannalaugar oder am Kerlingarfjöll Mountain Resort

Hotels & Gästehäuser

Für ein Doppelzimmer in einem ordentlichen Hotel rechnet Ihr in der Hauptsaison mit etwa 150–250 € pro Nacht, nach oben gibt es kaum eine Grenze. Gästehäuser sind oft günstiger und persönlicher – viele werden von Familien direkt auf ihrem Hof betrieben, mit Frühstück und lokalen Tipps inklusive. Detaillierte Preisbeispiele für eine komplette Reise findet Ihr in unserem Island Kosten Guide.

Skyrhúsið Gästehaus Island – typisches Guesthouse an der Ringstraße

Camping in Island: was erlaubt ist

Wildcampen mit Fahrzeug – Wohnmobil, Campervan oder Auto mit Dachzelt – ist in Island grundsätzlich verboten, außer mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundbesitzers. Für ein einzelnes, traditionelles Zelt gibt es in unbewohnten Gebieten abseits der Straße etwas mehr Spielraum, aber in der Praxis übernachtet Ihr in Island fast immer auf einem der zahlreichen offiziellen Campingplätze. In allen drei Nationalparks (Vatnajökull, Þingvellir, Snæfellsjökull) ist Campen außerhalb ausgewiesener Plätze grundsätzlich untersagt.

Ein Campingplatz kostet für 2 Personen meist rund 20–30 € pro Nacht. Wer 8 bis 10 Nächte oder mehr campt, für den lohnt sich häufig die Iceland Camping Card – Details und aktuelle Preise dazu ebenfalls im Island Kosten Guide. Wer mit Campervan, Wohnmobil oder Dachzelt unterwegs sein möchte, findet die passenden Fahrzeugoptionen in unserem Mietwagen-Guide.

Isländische Landschaft im Hochland – Campingplätze liegen oft mitten in eindrucksvoller Natur

Berghütten & besondere Unterkünfte im Hochland

Wer ins Hochland fährt, findet dort ein eigenes, kleineres Netz an Unterkünften – von einfachen Schlafsackplätzen bis zu komfortableren Optionen wie dem Kerlingarfjöll Mountain Resort mit eigenen Highland Baths. Diese Unterkünfte sind stark limitiert und in der Hochsaison oft schon Monate vorher ausgebucht, gerade an beliebten Ausgangspunkten wie Landmannalaugar oder entlang des Laugavegur-Wanderwegs. Bucht diese so früh wie möglich, wenn Ihr eine Hochlandwanderung plant.

Kerlingarfjöll Mountain Resort – Unterkunft mitten im isländischen Hochland

Wann und wie solltet Ihr buchen?

In der Hochsaison (Juni bis August) sind gute Unterkünfte oft 3 bis 6 Monate im Voraus ausgebucht, besonders in kleinen Orten mit wenig Auswahl. Bucht Mietwagen und Unterkunft am besten gleichzeitig, damit Eure Route zusammenpasst. Über Booking.com lässt sich der Großteil der isländischen Unterkünfte vorab reservieren, meist mit kostenloser Stornierung – praktisch, wenn sich Eure Route noch ändert.

Hotel Hafnarfjall Island – typisches Hotel entlang der Ringstraße

Regionale Besonderheiten

In Reykjavík und entlang der Ringstraße im Süden ist das Angebot am größten. In den Westfjorden und im Osten Islands ist die Auswahl deutlich kleiner – hier lohnt sich frühes Buchen umso mehr, da es in kleinen Fjorddörfern oft nur eine Handvoll Unterkünfte gibt. Wer flexibel bleiben will, kombiniert am besten ein bis zwei feste Buchungen mit Campingplätzen für den Rest der Route.

Welcher Unterkunftstyp passt zu Euch?

Wer maximalen Komfort und feste Planung möchte, ist mit Hotels und Gästehäusern am besten bedient – gerade nach langen Fahrtagen ist ein festes Bett mit eigenem Bad angenehm, und die Buchung lässt sich Monate im Voraus fixieren. Wer flexibel bleiben und gleichzeitig sparen will, kombiniert Campingplätze mit einem Mietwagen oder Campervan – dafür braucht Ihr aber Toleranz für wechselhaftes Wetter und einfachere Sanitäranlagen. Familien mit Kindern fahren oft am besten mit Ferienhäusern, die genug Platz und eine eigene Küche bieten, ohne dass jede Mahlzeit im Restaurant eingenommen werden muss. Wer eine mehrtägige Hochlandwanderung wie den Laugavegur plant, kommt an den Berghütten ohnehin nicht vorbei und sollte diese ganz gezielt und früh reservieren.

Frühstück, Küche & Verpflegung

Die meisten Hotels und Gästehäuser bieten Frühstück an, oft gegen Aufpreis wenn nicht explizit inklusive. Ferienhäuser und viele Gästehäuser verfügen über eine Küche oder Kochnische – praktisch, um wie viele Islandreisende selbst zu kochen und beim teuren Auswärtsessen zu sparen. Auf Campingplätzen gibt es häufig eine gemeinsame Küche mit Kochplatten, manchmal auch einen kleinen Aufenthaltsraum, der bei schlechtem Wetter Gold wert ist.

Häufige Fragen zum Übernachten in Island

Wie viel kostet eine Übernachtung in Island?

Ein Hotel-Doppelzimmer kostet in der Hauptsaison meist 150–250 €, ein Campingplatz für 2 Personen rund 20–30 €. Detaillierte Kostenaufstellungen für eine komplette Reise im Island Kosten Guide.

Darf man in Island wild campen?

Mit einem Fahrzeug nein – Wildcampen mit Wohnmobil, Campervan oder Dachzelt ist verboten, außer mit Erlaubnis des Grundbesitzers. Für ein einzelnes Zelt gibt es in unbewohnten Gebieten etwas mehr Spielraum, in der Praxis nutzt Ihr aber fast immer offizielle Campingplätze.

Wie früh sollte man eine Unterkunft in Island buchen?

In der Hochsaison am besten 3 bis 6 Monate im Voraus, besonders in kleinen Orten, den Westfjorden, dem Osten und bei Hochland-Hütten wie in Landmannalaugar.

Lohnt sich die Iceland Camping Card?

Ab etwa 8 bis 10 Campingnächten meist ja – Details und aktuelle Preise findet Ihr im Island Kosten Guide.

Kann man in isländischen Nationalparks campen?

Nur auf ausgewiesenen Campingplätzen innerhalb der Parks – freies Campen ist in allen drei Nationalparks (Vatnajökull, Þingvellir, Snæfellsjökull) grundsätzlich untersagt.

Fazit

Egal ob Hotel, Gästehaus oder Campingplatz – für jedes Budget gibt es in Island die passende Unterkunft. Der wichtigste Tipp bleibt aber immer derselbe: In der Hochsaison und in abgelegenen Regionen früh buchen, damit Eure Traumroute nicht an ausgebuchten Betten scheitert.

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