Ringstraße

Svartifoss Wasserfall Island: Basaltsäulen, Wanderung & Tipps (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 2. Aug. 2026

Der Svartifoss liegt im Herzen des Vatnajökull-Nationalparks, einem der größten Naturschutzgebiete Europas – und er gehört zu den Highlights dort. Auch bekannt als „Schwarzer Wasserfall“, stürzt er aus 20 Metern Höhe in ein Becken. Berühmt ist er nicht nur wegen seines kristallklaren Wassers, sondern vor allem wegen der beeindruckenden schwarzen Basaltsäulen, die ihn umgeben und ihm ein fast surreales Aussehen verleihen.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Quick Overview
Beste ReisezeitMai - September
RegionSüdisland
StartBesucherzentrum Skaftafell
Streckenlänge3 km (direkt) / 5,5 km (Rundweg)
StatusGanzjährig geöffnet
EintrittKostenlos
ParkenCa. 1.000 ISK (Parka App)
Highlights
BasaltsäulenHundafossMagnúsarfoss

Die Besonderheit des Svartifoss-Wasserfalls

Die natürlichen Basaltsäulen des Svartifoss entstanden durch die Abkühlung von Lava, die über Jahrhunderte hinweg Risse bildete und schließlich in diese charakteristischen hexagonalen Formen erstarrte. Was den Svartifoss so besonders macht, ist die Art und Weise, wie diese Säulen den Wasserfall umrahmen, als wären es die Orgelpfeifen einer gigantischen, steinernen Orgel, die in perfekter Harmonie mit dem Rauschen des Wassers spielt.

Svartifoss Wasserfall in Island

Island hat unzählige Wasserfälle, aber kaum einer sieht aus wie der Svartifoss. Die schwarzen Basaltsäulen machen ihn zu einem der meistfotografierten Orte des Landes – ein Pflichtstopp, wenn ihr im Vatnajökull-Nationalpark unterwegs seid.

Einen Besuch beim Svartifoss solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Er bietet nicht nur die Möglichkeit, ein spektakuläres Naturwunder zu bewundern, sondern auch die Gelegenheit, tief in die geologische Geschichte und kulturelle Bedeutung Islands einzutauchen.

Geologische Hintergründe

Die natürlichen Säulenformationen sind das Ergebnis uralter geologischer Prozesse. Sie entstanden, als flüssige Lava schnell abkühlte und dabei in einzigartigen sechseckigen Mustern erstarrte. Diese Prozesse fanden vor Tausenden von Jahren statt, und das Ergebnis ist heute eine der eindrucksvollsten Naturkulissen, die ihr in Island finden könnt. Übrigens nicht nur Naturliebhaber kennen den Svartifoss: Die markanten Basaltsäulen sollen den isländischen Staatsarchitekten Guðjón Samúelsson bei der Gestaltung der berühmten Hallgrímskirkja in Reykjavík und des isländischen Nationaltheaters inspiriert haben – schaut also beim nächsten Kirchenbesuch in der Hauptstadt genau hin.

Nahaufnahme der schwarzen hexagonalen Basaltsäulen am Svartifoss

Für die Landschaft Islands spielen diese geologischen Formationen eine prägende Rolle. Sie verleihen der Insel ihren einzigartigen Charakter und sind ein wesentlicher Teil der wilden, unberührten Natur, die Island so besonders macht. Die Basaltsäulen des Svartifoss sind dabei nur ein Beispiel für die kreative Kraft der Natur, die sich in der ganzen Vielfalt der isländischen Landschaft widerspiegelt.

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Erreichbarkeit und Wanderwege

Wenn ihr den Svartifoss Wasserfall, eines der Naturwunder im Naturreservat Skaftafel im Vatnajökull-Nationalpark, besuchen möchtet, ist die Anreise ein wichtiger Teil eurer Planung. Der Wasserfall liegt im Süden Islands, nicht weit von der Ringstraße, die das Land umrundet, entfernt. Von Reykjavík aus erreicht ihr den Nationalpark nach ca. 4,5–5 Stunden Fahrt (ca. 327 km) mit dem Auto. Innerhalb des Parks ist der Svartifoss gut ausgeschildert, sodass ihr euch leicht orientieren könnt. Am Besucherzentrum Skaftafell fällt eine Parkgebühr an (je nach Quelle und Zeitpunkt ca. 750–1.000 ISK, zahlbar per Parka App oder am Automaten vor Ort).

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Um zum Svartifoss Wasserfall zu gelangen, startet ihr am besten vom Besucherzentrum Skaftafell, das als Ausgangspunkt für mehrere Wanderungen dient. Der Wanderweg zum Svartifoss ist gut markiert und führt euch durch eine beeindruckende Landschaft, die schon für sich genommen ein Erlebnis ist. Der direkte Weg zum Wasserfall und zurück umfasst ca. 3 km (1,5 km pro Strecke) mit rund 130–140 Höhenmetern und dauert etwa 1–2 Stunden, je nach Tempo und Fotostopps. Wer die längere Rundwanderung über die Westseite nimmt, ist mit ca. 5,5 km und rund 3 Stunden unterwegs – der Rückweg führt über eine Brücke unterhalb des Wasserfalls und vorbei an alten Torfhäusern, bevor er wieder auf den Hauptweg trifft.

Der Weg ist als moderat einzustufen, was bedeutet, dass er für die meisten Besucher mit normaler Fitness gut machbar ist. Ihr werdet durch birkenbewachsene Gebiete wandern und an mehreren kleineren Wasserfällen vorbeikommen, bevor ihr die markanten Basaltsäulen des Svartifoss erreicht. Es gibt einige steilere Abschnitte und Treppen, daher sind gutes Schuhwerk und eine gewisse Trittsicherheit empfehlenswert. Unterwegs kommt ihr an zwei kleineren Wasserfällen vorbei: Hundafoss und Magnúsarfoss – beide einen kurzen Fotostopp wert. Im Winter kann der Weg vereist sein, dann sind Grödel/Steigeisen Pflicht. Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Weg wegen der steilen, unebenen Passagen leider nicht geeignet.

Unsere Erfahrung: Wir waren im Juli 2021 dort und hatten leider die meiste Zeit Regen – der Weg war trotzdem gut machbar, nur an den steileren Stellen etwas rutschig. Auch bei schlechtem Wetter lohnt sich die Wanderung, die Basaltsäulen wirken im diffusen Licht fast noch dramatischer.

 

Beste Zeit für einen Besuch

Die ideale Zeit, um den Svartifoss Wasserfall zu besuchen, ist im späten Frühjahr bis zum frühen Herbst, also etwa von Mai bis September. In diesen Monaten ist das Wetter in Island generell milder und die Tage sind länger, was euch mehr Zeit gibt, die Natur zu erkunden. Besonders im Juni und Juli könnt ihr die Vorteile der Mitternachtssonne genießen, die es euch ermöglicht, selbst am späten Abend noch bei Tageslicht unterwegs zu sein.

Was die beste Tageszeit angeht, ist das etwas kontraintuitiv: Weil die Schlucht nach Süden ausgerichtet ist, liegt der Wasserfall in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden oft im Schatten. Für die schönsten Fotos empfehlen wir daher die späte Vormittags- bis frühe Nachmittagszeit (ca. 10–14 Uhr), wenn die Sonne am höchsten steht und die Basaltsäulen direkt beleuchtet. Wer es ruhiger mag, kommt trotzdem am besten früh oder spät dran, wenn weniger Besucher unterwegs sind — nur eben mit weniger dramatischem Licht.

Beachtet auch die Wetterbedingungen, bevor ihr euch auf den Weg macht. Island ist bekannt für sein schnell wechselndes Wetter, daher ist es ratsam, vor eurem Ausflug zum Svartifoss Wasserfall die Wettervorhersage zu prüfen und entsprechend vorbereitet zu sein. Auch wenn der Sommer die beste Zeit für einen Besuch ist, kann es immer noch zu plötzlichen Regenschauern kommen, also vergesst nicht, wasserdichte Kleidung einzupacken.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Nachdem ihr den Svartifoss Wasserfall mit seinen beeindruckenden Basaltsäulen bewundert habt, bietet der Vatnajökull-Nationalpark noch viele weitere faszinierende Ziele, die eure Entdeckungsreise in Island bereichern werden. Hier sind einige Attraktionen in der Nähe, die ihr nicht verpassen solltet:

  1. Gletscherlagune Jökulsárlón: Nur eine kurze Fahrt vom Svartifoss entfernt, erwartet euch die spektakuläre Gletscherlagune Jökulsárlón. Hier könnt ihr Eisberge, die vom Breiðamerkurjökull-Gletscher abbrechen, auf ihrem Weg zum Meer beobachten. Eine Bootstour auf der Lagune bringt euch näher an dieses einzigartige Naturschauspiel.
  2. Skaftafell: Dieses Wandergebiet ist für seine vielfältigen Routen bekannt, die durch atemberaubende Landschaften führen. Neben dem Svartifoss findet ihr hier weitere Wanderwege sowie geführte Touren zur Skaftafell-Eishöhle, weiteren Wasserfällen und beeindruckenden Aussichtspunkten.
  3. Vatnajökull-Gletscher: Als Europas größter Gletscher bietet der Vatnajökull eine Vielzahl von Abenteuern, darunter Gletscherwanderungen und Eishöhlen-Touren, die besonders im Winter beliebt sind. Professionelle Führungen garantieren Sicherheit und ein unvergessliches Erlebnis.
  4. Fjallsárlón: Eine kleinere, aber nicht weniger beeindruckende Gletscherlagune nahe Jökulsárlón. Fjallsárlón ist oft weniger überlaufen und bietet eine ruhigere Atmosphäre, um die Natur zu genießen.
  5. Diamond Beach: Gegenüber von Jökulsárlón findet ihr diesen schwarzen Sandstrand, an dem Eisberge, die vom Gletscher stammen und über die Lagune ins Meer treiben, angespült werden. Das Zusammenspiel von Eis und schwarzem Sand schafft einzigartige Fotomotive.
  6. Hiking am Hvannadalshnúkur: Für die Abenteuerlustigen unter euch bietet sich eine Wanderung auf den Hvannadalshnúkur an, den höchsten Gipfel Islands, der Teil des Vatnajökull-Gletschers ist. Diese Tour erfordert eine gute körperliche Kondition und sollte nur mit erfahrenen Führern unternommen werden.

Für einen umfassenden Besuch im Vatnajökull-Nationalpark empfiehlt es sich, mehrere Tage einzuplanen, da die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten beträchtlich sein können und jede Attraktion ihre eigene Zeit verdient. Wer nicht am selben Tag weiterfahren will, findet direkt bei Skaftafell einen Campingplatz sowie mehrere Unterkünfte in Fahrweite – praktisch, um früh am nächsten Morgen ohne Menschenmassen am Svartifoss zu starten. Plant eure Route im Voraus und achtet darauf, genügend Zeit für spontane Entdeckungen und Pausen in dieser atemberaubenden Landschaft einzuplanen.

Skogafoss Wasserfall Island
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Gletscherlagune Jökulsárlón
Dettifoss Wasserfall

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Häufige Fragen zum Svartifoss

Wie hoch ist der Svartifoss?

Der Svartifoss stürzt aus rund 20 Metern Höhe – damit ist er nicht der höchste Wasserfall Islands, aber wegen seiner Basaltsäulen-Kulisse einer der meistfotografierten.

Was kostet der Besuch des Svartifoss?

Der Eintritt zum Nationalpark und der Wasserfall selbst sind kostenlos. Am Besucherzentrum Skaftafell fällt lediglich eine Parkgebühr an (je nach Quelle und Zeitpunkt ca. 750–1.000 ISK).

Ist der Svartifoss auch im Winter zu erreichen?

Ja, der Weg ist ganzjährig geöffnet, kann aber vereist sein. Im Winter solltet ihr unbedingt Grödel/Steigeisen mitnehmen und mit rutschigen Abschnitten rechnen. Für Rollstuhlfahrer ist der Weg wegen der steilen, unebenen Passagen ganzjährig nicht geeignet.

Was hat der Svartifoss mit der Hallgrímskirkja zu tun?

Die Basaltsäulen des Svartifoss sollen den isländischen Architekten Guðjón Samúelsson bei der Gestaltung der Hallgrímskirkja in Reykjavík inspiriert haben – ein schönes Detail, wenn ihr beide Orte auf eurer Reise besucht.

Svartifoss Wasserfall Island – Fazit

Die Wanderung zum Svartifoss ist ein Erlebnis für sich, das euch durch die vielfältige Landschaft Islands führt und die Möglichkeit bietet, die lokale Flora und Fauna zu entdecken. Die Anstrengung des Aufstiegs wird belohnt mit dem Anblick des Wasserfalls, der von den Basaltsäulen umrahmt wird – ein Bild, das ihr so schnell nicht vergessen werdet. Diese natürliche Architektur, geformt durch die Abkühlung von Lava, macht den Wasserfall zu einem faszinierenden Studienobjekt und einem visuellen Highlight für jeden Besucher.

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