Sehenswürdigkeiten

Islands schönste Seen: Die 10 schönsten Seen im Überblick (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 14. Okt. 2026

Von Islands größtem See mitten im Golden Circle bis zu einsamen Kraterseen im Hochland, die kaum ein Reisender zu Gesicht bekommt: Die Insel hat eine erstaunliche Bandbreite an Seenlandschaften zu bieten. Wir zeigen Euch die schönsten Seen Islands im Überblick – wo sie liegen, was sie besonders macht, und wo Ihr die ausführlichen Guides zu den einzelnen Zielen findet.

Zuletzt aktualisiert: September 2026

Þingvallavatn – Islands größter See

Mit rund 84 Quadratkilometern ist der Þingvallavatn der größte natürliche See Islands. Er liegt im Þingvellir-Nationalpark, wo die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte auseinanderdriften – berühmt vor allem für die Taucher- und Schnorchelspalte Silfra mit ihrem glasklaren Gletscherwasser. Alles zu Anfahrt, Geschichte und Silfra findet Ihr in unserem Þingvellir-Guide.

Mývatn – der vulkanische See im Norden

Mývatn-See im Norden Islands mit vulkanischen Pseudokratern am Ufer
Der Mývatn im Norden Islands ist der viertgrößte See des Landes und einer der artenreichsten – sein Name bedeutet übersetzt „Mückensee“, nach den Schwärmen, die im Sommer für das reiche Vogelleben rund um den See sorgen. Rund 50 kleine Pseudokrater und nahegelegene Geothermalgebiete machen ihn zu einem der vielseitigsten Ziele im Norden. Details zu Sehenswürdigkeiten und dem Naturbad in unserem Mývatn-Guide.

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Jökulsárlón – der tiefste See Islands

Eisberge treiben in der Gletscherlagune Jökulsárlón, dem tiefsten See Islands
Genau genommen eine Gletscherlagune statt eines klassischen Sees, aber mit rund 284 Metern Tiefe die tiefste Wasserfläche Islands überhaupt. Tausende Eisberge treiben hier im türkisblauen Wasser, bevor sie über einen schmalen Kanal ins Meer und teils zurück an den benachbarten Diamond Beach gespült werden. Den kompletten Guide inklusive Bootstouren und Eishöhlen findet Ihr unter Jökulsárlón Gletscherlagune.

Kerið – der Kratersee im Golden Circle

Ein kompakter, rund 6.500 Jahre alter Vulkankrater mit türkisblauem Wasser, das sich auffällig vom rot-braunen Vulkangestein der Kraterwände abhebt. Mit nur 270 mal 170 Metern Durchmesser lässt sich der Rundweg um Kerið in wenigen Minuten umrunden – ein kurzer, aber besonders fotogener Zwischenstopp auf der Golden-Circle-Route. Mehr dazu in unserem Golden-Circle-Guide.

Kleifarvatn – der ruhige See auf Reykjanes

Der größte See der Reykjanes-Halbinsel liegt dunkel und still zwischen vulkanischen Hügeln, nur eine kurze Fahrt von Reykjavík entfernt. In der Nähe liegen das Geothermalgebiet Krýsuvík und der junge Vulkan Fagradalsfjall. Alle Details zur Anfahrt und Umgebung in unserem Reykjanes-Guide.

Öskjuvatn & Víti – Kraterseen im Hochland

In der Askja-Caldera im Nordosten des Hochlands liegt der Öskjuvatn, Islands zweittiefster See, direkt neben dem kleineren Kraterteich Víti mit angenehm warmem Wasser. Nur mit Allradfahrzeug erreichbar, dafür eine der eindrucksvollsten Vulkanlandschaften des Landes. Anfahrt, Wanderung und Baden im Víti beschreiben wir ausführlich in unserem Askja-Guide.
Hochlandpiste zur Askja-Caldera im isländischen Hochland

Langisjór – der einsame Hochlandsee

Ein 20 Kilometer langer, tiefblauer See zwischen moosbewachsenen Bergrücken am Rand des Vatnajökull, erreichbar über die Piste F235. Anders als bei den bekannten Hochlandzielen trefft Ihr hier selbst im Hochsommer kaum andere Reisende. Alles zur Anfahrt und zur Wanderung auf den Aussichtsberg Sveinstindur in unserem Langisjór-Guide.
Der Hochlandsee Langisjór mit moosbewachsenen Bergrücken im Vatnajökull-Nationalpark, Island

Lagarfljót – der See mit dem Seeungeheuer

Der drittgrößte See Islands liegt im Osten bei Egilsstaðir und ist Islands Antwort auf Loch Ness: Der Sage nach lebt hier der „Lagarfljótsormur“, ein schlangenartiges Ungeheuer, über das es seit Jahrhunderten Sichtungsberichte gibt. Am Ufer liegt außerdem Islands größter Wald, Hallormsstaðaskógur. Mehr zur Region in unserem Osten-Islands-Guide.

Veiðivötn – die Seenlandschaft für Angler

Nordöstlich von Landmannalaugar liegt mit Veiðivötn eine der ungewöhnlichsten Landschaften Islands: über 50 kleine Krater- und Fischseen auf einer Fläche von rund 20 mal 5 Kilometern, entstanden bei einem heftigen Vulkanausbruch im Jahr 1477. Die Region gilt unter Anglern als eine der besten Adressen Islands – hier lebt einer der ältesten Forellenbestände Europas, dazu kommt Saibling. Zufahrt ist die Piste F228, die von der Straße 26 abzweigt und rund 25 Kilometer von der Landmannalaugavegur-Piste (F224) entfernt liegt.

Die Strecke gilt als mittelschwer: Zwei klare Flussfurten und sandige Abschnitte erfordern einen Allradwagen mit ausreichend Bodenfreiheit, wobei laut mehreren Quellen der lose Sand oft mehr Probleme bereitet als die Furten selbst. Geöffnet ist die F228 saisonal meist von Ende Juni/Anfang Juli bis September/Oktober. Wer keine Angel dabei hat, kommt trotzdem auf seine Kosten: Die Kraterlandschaft mit ihren unzähligen kleinen Seen ist für sich genommen schon eine der eigenwilligsten Fotomotive des Hochlands.

Hvítárvatn – der Gletschersee am Langjökull

Am Rand des Langjökull-Gletschers, direkt an der Kjölur-Route (F35), liegt der rund 30 Quadratkilometer große Hvítárvatn – die Quelle des Flusses Hvítá, der weiter südlich unter anderem den Gullfoss speist. Der See liegt gut 35 Kilometer nördlich von Gullfoss und ist damit einer der am einfachsten erreichbaren Hochland-Seen überhaupt, da die F35 selbst nach isländischen Maßstäben als vergleichsweise unkompliziert gilt.

In der Nähe steht eine historische Schutzhütte, und bei gutem Wetter zeigt sich im Hintergrund der markante Berg Bláfell. Die Piste ist saisonal meist von Anfang Juli bis September befahrbar, das genaue Datum hängt wie bei allen Hochlandpisten von der Schneelage ab – aktuellen Status immer auf road.is prüfen.

Häufige Fragen zu Islands Seen

Welcher ist der größte See Islands?

Der Þingvallavatn im Þingvellir-Nationalpark mit rund 84 Quadratkilometern. Der tiefste See ist dagegen die Gletscherlagune Jökulsárlón mit rund 284 Metern Tiefe.

Welcher See in Island ist am einfachsten zu erreichen?

Þingvallavatn, Kerið und Kleifarvatn liegen alle nahe an der Ringstraße bzw. dem Golden Circle und sind mit jedem normalen Mietwagen erreichbar. Für Öskjuvatn, Langisjór, Veiðivötn und Hvítárvatn braucht Ihr dagegen zwingend einen Allradwagen und eine geöffnete F-Road.

Kann man in isländischen Seen baden oder schwimmen?

Nur an wenigen Stellen offiziell vorgesehen, etwa im warmen Kraterteich Víti bei Askja. In den meisten anderen Seen ist das Wasser sehr kalt, teils tief, und Baden wird nicht empfohlen – Jökulsárlón ist wegen der treibenden Eisberge sogar gefährlich.

Wann sind die Hochland-Seen wie Langisjór oder Hvítárvatn erreichbar?

In der Regel von Ende Juni/Anfang Juli bis September, je nach Schneelage und Wasserstand der jeweiligen F-Road. Den aktuellen Öffnungsstatus prüft Ihr am besten kurz vor der Fahrt auf road.is.

Fazit

Ob Ihr nur die bequem erreichbaren Highlights entlang der Ringstraße mitnehmt oder für einsame Hochlandseen wie Langisjór, Veiðivötn oder Hvítárvatn extra eine F-Road einplant: Islands Seenlandschaft ist erstaunlich vielseitig, von der Legende um das Seeungeheuer im Lagarfljót bis zu den Kraterseen des Hochlands. Für die tiefergehenden Infos zu Anfahrt, Wanderungen und Öffnungszeiten der einzelnen Ziele lohnt sich jeweils ein Blick in unsere ausführlichen Einzel-Guides.

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