Gletscher

Langjökull Gletscher Island: Into the Glacier Eishöhle & Tipps (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 7. Juni 2026

Gletscher gehören mit zu den beeindruckendsten Naturphänomenen die es zu bestaunen gibt — und Island besitzt mit dem Vatnajökull den größten Gletscher Europas. Der Langjökull ist der zweitgrößte und gleichzeitig der zugänglichste für Tagesausflüge ab Reykjavik. Das Besondere: Mitten im Gletscher gibt es einen künstlichen Eistunnel der ganzjährig begehbar ist — „Into the Glacier“. Wir selbst waren noch nicht dort, aber es steht ganz oben auf unserer Liste.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Langjökull auf einen Blick: 935 km² · Zweitgrößter Gletscher Islands · ca. 2 Stunden von Reykjavik · Into the Glacier Eistunnel ganzjährig offen · Touren ab 84 € · F-Straße F550 — Allrad Pflicht · 0°C im Tunnel

Was ist der Langjökull?

Langjökull bedeutet auf Isländisch „langer Gletscher“ — und der Name ist Programm. Mit 935 Quadratkilometern ist er der zweitgrößte Gletscher Islands und erstreckt sich über fast 50 Kilometer Länge. Er liegt im westlichen Hochland Islands, nordöstlich von Reykjavik, und ist von der Hauptstadt in etwa zwei Stunden erreichbar.

Der Gletscher ist Tausende von Jahren alt und besteht aus komprimiertem Schnee und Eis das sich über Jahrhunderte verdichtet hat. Der höchste Punkt des Langjökull erreicht 1.450 Meter. Das Eis ist an manchen Stellen 580 Meter dick. Das Besondere an isländischen Gletschern: Unter ihnen liegen Vulkane. Beim Langjökull sind es zwei aktive Vulkansysteme — ein Grund warum das Schmelzen hier besonders intensiv ist.

Der Gletscherschwund — was passiert mit dem Langjökull?

Der Langjökull schrumpft — wie alle isländischen Gletscher verliert er durch den Klimawandel jedes Jahr an Masse. Der Eistunnel selbst muss regelmäßig gewartet werden weil sich das Eis ständig bewegt und verformt. Der Besuch ist also nicht nur ein Erlebnis sondern auch eine Chance ein Naturwunder zu sehen das in dieser Form nicht für immer bestehen wird.

Langjökull Gletscher Island von oben – zweitgrößter Gletscher Islands im westlichen Hochland

Gletscher Island besichtigen — welche Optionen gibt es?

Wer Gletscher auf Island besichtigen will hat mehrere Möglichkeiten. Der Langjökull ist ideal für Tagesausflüge ab Reykjavik — mit dem einzigen ganzjährig zugänglichen künstlichen Eistunnel Islands. Der Vatnajökull im Süden bietet natürliche Eishöhlen im Winter. Für Einsteiger ist der Langjökull die einfachste und vielseitigste Option.

Into the Glacier — der Eistunnel im Langjökull

Das Herzstück des Langjökull-Besuchs ist „Into the Glacier“ — der längste von Menschenhand geschaffene Eistunnel der Welt. Die Geschichte: 2010 hatten zwei Isländer die Idee Besucher nicht nur um den Gletscher herumzuführen sondern mitten hinein. 4 Jahre Planung, 14 Monate Bauzeit, 2015 Eröffnung. Das Eis in den Kammern ist 30–35 Jahre alt.

Was Ihr dort seht: Fast 500 Meter Gänge und Kammern die in intensiven Blautönen leuchten. Mehrere Kammern zeigen die inneren Schichten des Gletschers. An einigen Stellen ist eine schwarze Linie im Eis sichtbar — das ist Vulkanasche vom Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010. Der Boden ist geebnet und beleuchtet. Der Tunnel ist ganzjährig zugänglich — im Gegensatz zu natürlichen Eishöhlen die sich jedes Jahr verändern. Für jeden machbar der etwa eine Stunde gut zu Fuß ist. Rollstuhlfahrer können nach Rücksprache teilnehmen.

AchtungIm Tunnel herrschen dauerhaft ca. 0°C — auch im Hochsommer. Warme Kleidung in mehreren Schichten ist Pflicht. Wasserabweisende Jacke, warme Mütze, Schal und Handschuhe mitbringen. Regenjacken und wasserfeste Überziehschuhe werden vor Ort gestellt.

Natürliche Langjökull Eishöhle — nur im Winter

Jedes Jahr bildet sich im Winter eine natürliche Eishöhle im Langjökull — geformt durch Gletscherbewegung und Schmelzwasser. Leuchtend blaue Wände, schwarze Vulkanasche, kristallklares Eis. Anders als der künstliche Tunnel ist jede Höhle einzigartig — sie verändert sich jedes Jahr. Verfügbar ca. November bis April.

Wie kommt man zum Langjökull?

Die Anfahrt zum Basislager „Klaki“ führt über die F-Straße F550 — Allrad ist Pflicht. Das Basislager liegt ca. 30 Minuten von Húsafell entfernt. Von Reykjavik aus sind es ca. 2–2,5 Stunden Fahrt.

Im Sommer können Besucher mit eigenem Allradfahrzeug direkt über die F550 zum Klaki Basislager fahren — die Straße öffnet typischerweise ab 1. Juni. Im Winter treffen sich alle Gruppen beim Húsafell Activity Center — von dort geht es gemeinsam los. Ab dem Basislager fährt ein speziell modifiziertes Gletscherfahrzeug den Gletscher hinauf — im Sommer ca. 30 Minuten pro Strecke, im Winter bis zu 75 Minuten.

Wer kein geeignetes Fahrzeug hat: Alle Touren bieten Transfer ab Reykjavik oder Húsafell an.

Langjökull Touren & Preise 2026

Es gibt zwei Hauptoptionen:

Into the Glacier — Eistunnel-Tour:
Ihr fahrt mit dem Gletscherfahrzeug auf den Langjökull und begeht dann den Eistunnel. Für alle Altersgruppen geeignet, kein Mindestalter — also auch mit Kindern machbar.

  • Ab Húsafell (Klaki Basislager): ca. 84 € pro Person (ca. 2,5 Stunden)
  • Ab Reykjavik: ca. 232 € pro Person (ca. 11 Stunden inkl. Transfer)

Schneemobil-Tour:
Ihr fahrt selbst auf dem Gletscher mit einem Schneemobil — anspruchsvoller und abenteuerlicher. Meist Oktober bis Mai verfügbar.

  • Ab Húsafell: ca. 177 € pro Person (5 Stunden)
  • Ab Reykjavik: ca. 220 € pro Person

Kombination Schneemobil + Eishöhle:
Ab ca. 248 € — das beste aus beiden Welten.

Golden Circle Kombination:
Viele Anbieter kombinieren Langjökull mit dem Golden Circle — ideal wenn Ihr beides an einem Tag erledigen wollt.

Wann ist die beste Zeit für den Langjökull?

Der Eistunnel ist ganzjährig zugänglich — das ist der große Vorteil gegenüber natürlichen Eishöhlen. Im Winter und Frühjahr sind Schneemobil-Touren möglich. Im Sommer öffnen Wandertouren auf dem Gletscher und die Anfahrt ist einfacher. Wer die natürliche Eishöhle erleben will muss November bis April kommen.

Der Langjökull lässt sich ideal mit dem Golden Circle kombinieren. Wer weiter ins Hochland will: Kerlingarfjöll & Hveradalir liegt ebenfalls im westlichen Hochland. Für die Anfahrt Allrad nötig — alle Infos im Mietwagen Island Guide. Nach einem kalten Gletscher-Tag lohnen die heißen Quellen. Zur besten Reisezeit:

Häufige Fragen zum Langjökull Gletscher

Ist der Langjökull der größte Gletscher Islands?

Nein — der Vatnajökull mit über 8.000 km² ist der größte. Der Langjökull ist mit 935 km² der zweitgrößte — aber der zugänglichste für Tagesausflüge ab Reykjavik.

Kann man Gletscher in Island besichtigen?

Ja. Der Langjökull bietet mit „Into the Glacier“ den einzigen ganzjährig zugänglichen Eistunnel der Welt. Touren ab 84 € ab Húsafell.

Was ist der Langjökull?

Der zweitgrößte Gletscher Islands mit 935 km² im westlichen Hochland — ca. 2 Stunden von Reykjavik. Bekannt für den „Into the Glacier“ Eistunnel.

Was ist „Into the Glacier“?

Ein 2015 eröffneter künstlicher Eistunnel — 500 Meter lang, ganzjährig zugänglich. Der längste von Menschenhand geschaffene Eistunnel der Welt. Touren ab 84 € ab Húsafell.

Wie kalt ist es im Eistunnel?

Dauerhaft ca. 0°C — auch im Hochsommer. Warme Kleidung in Schichten mitbringen. Regenjacken und Überziehschuhe werden vor Ort gestellt.

Braucht man einen 4×4 für den Langjökull?

Ja — F-Straße F550, Allrad Pflicht. Im Winter Treffpunkt beim Húsafell Activity Center. Ohne Allrad Tour mit Transfer buchen.

Kann man den Langjökull im Sommer besuchen?

Ja — Eistunnel ganzjährig offen. Schneemobil Oktober bis Mai. Wandertouren im Sommer.

Wie weit ist der Langjökull von Reykjavik?

Ca. 2–2,5 Stunden Fahrt. Basislager Klaki ca. 30 Minuten von Húsafell.

Wie viel kostet eine Tour zum Langjökull?

Into the Glacier ab 84 € (Húsafell) oder 232 € (Reykjavik inkl. Transfer). Schneemobil ab 177 € (Húsafell). Kombination ab 248 €.

Lohnt sich der Langjökull im Winter?

Ja — der Eistunnel ist ganzjährig offen. Im Winter sind außerdem Nordlichter möglich. Schneemobil-Touren gibt es Oktober bis Mai. Alle Kosten im Überblick: Island Kosten 2026.

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