Norden

Island Norden (Nordisland): Die 8 besten Sehenswürdigkeiten (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 14. Juli 2026

Während die meisten Island-Reisenden sich auf den Golden Circle und den Süden konzentrieren, bleibt der Norden Islands – oft auch kurz Nordisland genannt – für viele ein Geheimtipp. Weniger Reisebusse, dafür Geothermalgebiete, Wale und einer der mächtigsten Wasserfälle Europas. Hier zeigen wir Euch die 8 besten Sehenswürdigkeiten im Norden Islands, mit Links zu unseren ausführlichen Guides für jeden Ort.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Die besten Sehenswürdigkeiten im Norden Islands

1. Akureyri: Die Hauptstadt des Nordens

Akureyri ist mit rund 19.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Islands und der einzige nennenswerte städtische Ausgangspunkt außerhalb der Region Reykjavík. Am Eyjafjörður gelegen, ist die Stadt ein guter Stützpunkt für Touren in den Norden. Unseren ausführlichen Guide mit allen Sehenswürdigkeiten findet Ihr hier: Akureyri auf eigene Faust.

2. Mývatn & Umgebung: Geothermie und Lavalandschaft

Der Mývatn-See im Nordosten ist von Pseudokratern, Lavafeldern und Geothermalgebieten umgeben. Zwei Highlights direkt in der Umgebung solltet Ihr fest einplanen: das Geothermalgebiet Hverir mit brodelnden Schlammlöchern und Fumarolen, sowie das Lavafeld Dimmuborgir mit seinen bizarren Felsformationen – laut isländischer Sage der Eingang zur Unterwelt. Auch die Mývatn Nature Baths als entspannende Alternative zur Blauen Lagune liegen direkt hier.

Geothermalgebiet am Mývatn-See im Norden Islands

3. Goðafoss: Der Wasserfall der Götter

Rund 30 km östlich von Akureyri stürzt der Fluss Skjálfandafljót über zwei Kaskaden in die Tiefe. Der Name geht auf das Jahr 1000 zurück, als Goden ihre heidnischen Götzenbilder hier in den Wasserfall geworfen haben sollen – als Symbol für die Annahme des Christentums in Island. Unseren vollständigen Guide findet Ihr hier: Goðafoss Wasserfall. Am selben Fluss liegen mit Aldeyjarfoss und Hrafnabjargafoss zwei deutlich unbekanntere Wasserfälle – mehr dazu in unserem Guide zu den Wasserfällen bei Akureyri.

Goðafoss Wasserfall im Norden Islands

4. Dettifoss: Europas mächtigster Wasserfall

Im Vatnajökull-Nationalpark im Nordosten stürzt der Dettifoss mit gewaltiger Kraft über eine rund 100 Meter breite Abbruchkante. Die Gischt ist schon von Weitem zu sehen, der Lärm entsprechend gewaltig. Nur wenige Gehminuten flussaufwärts liegt zudem der kleinere, weniger überlaufene Selfoss – ein einfacher Zusatzstopp, wenn Ihr schon vor Ort seid. Details zur Anfahrt und den zwei Aussichtspunkten (Ost- und Westseite) findet Ihr in unserem Guide: Dettifoss Wasserfall.

Gischt am Dettifoss, Europas mächtigstem Wasserfall

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5. Húsavík: Die Walbeobachtungs-Hauptstadt

Húsavík gilt als einer der zuverlässigsten Orte Islands für Walbeobachtung – die Chancen, Wale zu sehen, liegen bei fast 100%. Das kleine Küstendorf mit bunten Häusern ist außerdem ein guter Stopp für frischen Fisch und einen Blick in die Bucht von Skjálfandi. Wer nach der Bootstour noch entspannen möchte: Das GeoSea Geothermal Sea Bath oberhalb der Stadt bietet warme Infinity-Pools mit Blick auf den Fjord. Alles Wichtige zu Anbietern, Preisen und der besten Zeit: Husavik Whale Watching.

 

6. Ásbyrgi: Die Hufabdruck-Schlucht

Ásbyrgi ist eine halbmondförmige Schlucht mit bis zu 100 Meter hohen Felswänden, die sich über 3,5 Kilometer erstreckt. Der Sage nach soll sie vom Hufabdruck des achtbeinigen Pferdes Sleipnir geformt worden sein, das der Göttervater Odin ritt. Ein Wanderweg führt an den Rand der Schlucht mit Blick über das gesamte Tal, ein anderer zum Botnstjörn-See in der Mitte.

7. Siglufjörður: Das ehemalige Hering-Zentrum

Am Ende eines tiefen Fjords gelegen, war Siglufjörður einst das Zentrum von Islands Heringsindustrie – heute erzählt das Heringmuseum diese Geschichte. Der Ort selbst ist ein ruhiger Gegenpol zu den touristischeren Stopps entlang der Ringstraße, mit Wanderwegen, geothermischen Quellen und einem Hafen für frischen Fisch.

Bunte Häuser im Hafenstädtchen Siglufjörður, Nordisland

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8. Arctic Henge: Islands eigenes Steinkreis-Monument

Bei Raufarhöfn, nur wenige Kilometer südlich des Polarkreises, steht der Arctic Henge – ein 2010 begonnenes, monumentales Steinbauwerk nach nordischer Mythologie, das die Mitternachtssonne einrahmt. Es ist noch nicht vollständig fertiggestellt, aber gerade deshalb ein Ort, den kaum ein Pauschaltourist kennt – für Abstecher an die Nordküste ein echter Geheimtipp.

Küstendorf Húsavík im Norden Islands

Weitere Nordisland-Highlights, wenn Ihr mehr Zeit habt

Wer länger als 2-3 Tage im Norden bleibt, findet abseits der 8 Haupt-Highlights noch mehr:

  • Hvítserkur: der markante, freistehende Basaltfelsen an der Küste der Halbinsel Vatnsnes gilt als eines der meistfotografierten Motive Islands – bei Ebbe könnt Ihr über den Strand bis nah heran laufen.
  • Hofsós Sundlaug: ein kleines, aber spektakulär gelegenes Infinity-Freibad mit Blick auf den Skagafjörður – deutlich weniger überlaufen als die bekannten Thermalbäder im Süden.
  • Kolugljúfur-Canyon: eine wenig besuchte Schlucht mit mehreren kleinen Wasserfällen, guter Zwischenstopp auf der Fahrt Richtung Akureyri.

Island Norden – die schönsten Aktivitäten

  • Walbeobachtung: Bootstour ab Húsavík oder Akureyri, beste Chancen von Juni bis August.
  • Wandern: von kurzen Spaziergängen in Ásbyrgi bis zu mehrtägigen Touren im Hochland.
  • Thermalbäder: die Mývatn Nature Baths sind die ruhigere, günstigere Alternative zur Blauen Lagune, das GeoSea in Húsavík punktet mit Meerblick.
  • Kultur: Heringmuseum in Siglufjörður, Walmuseum in Húsavík, Akureyrarkirkja.

Walbeobachtungsboot vor Húsavík im Norden Islands

Routen und Tipps für Nordisland

Eine beliebte Route führt über die Ringstraße von Akureyri nach Húsavík und weiter zum Dettifoss und Mývatn – die meisten der oben genannten Highlights liegen auf oder nah an dieser Strecke.

  • Straßen- und Wetterlage: Vor der Fahrt lohnt ein Blick auf road.is (Straßenzustand) und vedur.is (Wetter) – beides ändert sich in Island kurzfristig.
  • Unterkünfte: In der Hochsaison (Juni–August) früh buchen, gerade in Húsavík und Akureyri.
  • Packliste: Wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe, Badesachen für die Thermalbäder.

Häufige Fragen zu Nordisland

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden Islands?

Akureyri, der Mývatn-See mit Hverir und Dimmuborgir, der Goðafoss-Wasserfall, der Dettifoss und Húsavík für Walbeobachtung gehören zu den meistbesuchten Zielen im Norden.

Wie viele Tage sollte man für Nordisland einplanen?

Für die Highlights entlang der Ringstraße reichen 2 bis 3 Tage. Wer auch Abstecher wie den Arctic Henge, Hvítserkur oder Siglufjörður machen möchte, sollte eher 4 bis 5 Tage einplanen.

Ist der Norden Islands im Winter erreichbar?

Die Ringstraße ist grundsätzlich ganzjährig befahrbar, einzelne Abschnitte können aber bei Schnee kurzfristig gesperrt werden. Vor der Fahrt immer road.is prüfen.

Lohnt sich der Norden im Vergleich zum Süden Islands?

Der Süden hat mehr bekannte Highlights auf kürzerer Strecke, der Norden dafür deutlich weniger Touristen und mit Dettifoss, Mývatn und der Walbeobachtung eigene Schwergewichte. Für eine zweite oder dritte Islandreise ist der Norden fast Pflicht.

Der Norden Islands lohnt sich gerade, weil er weniger überlaufen ist als der Süden – plant genug Zeit für die Anfahrten ein, dann sind Goðafoss, Dettifoss und die Walbeobachtung in Húsavík locker in eine Woche zu packen.

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