Reynisfjara ist der berühmteste schwarze Sandstrand Islands – und einer der eindrucksvollsten Orte, die wir auf unserer Reise im Juli 2021 gesehen haben. Sechseckige Basaltsäulen, tosende Wellen und die Felsnadeln Reynisdrangar im Meer machen ihn zu einem Pflichtstopp an der Südküste. Seit 2026 hat sich am Strand allerdings einiges verändert: Die bekannte Hálsanefshellir-Höhle ist nicht mehr zugänglich. Was Ihr aktuell vorfindet und worauf Ihr aus Sicherheitsgründen achten müsst, lest Ihr hier.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Was ist der Reynisfjara Strand?
Reynisfjara liegt an der Südküste Islands, nur wenige Kilometer westlich von Vík í Mýrdal, und gehört zu den meistfotografierten Orten des Landes. Namensgebend ist der Berg Reynisfjall, an dessen Fuß sich der schwarze Lavasandstrand erstreckt. Kennzeichnend sind die sechseckigen Basaltsäulen an den Klippen, der feine schwarze Sand und der Blick auf die Reynisdrangar-Felsnadeln im Meer.

Die Hálsanefshellir-Höhle: aktueller Status 2026
Am 2. August 2025 kam es am Reynisfjara-Strand zu einem tödlichen Unfall: Ein neunjähriges Mädchen wurde nahe der Höhle von einer Sneaker-Wave erfasst und ertrank. Danach wurde die Regel verschärft, dass Höhle und Basaltsäulen bei Rotlicht-Warnung gesperrt werden. Im Februar 2026 kam eine schwere Erosionsphase hinzu: anhaltende Ostwinde über den ganzen Winter und mehrere Sturmtiefs spülten große Mengen Sand fort, an manchen Stellen sackte der Strand um über zwei Meter ab. Seitdem liegt die Höhle direkt im Meer, der Sandstreifen davor, der früher als Fluchtpuffer diente, ist weg. Seit März 2026 kehrt langsam wieder Sand zurück, der Strand bleibt aber sichtbar verändert.
Was das für Euren Besuch bedeutet:
- Der Reynisfjara-Strand ist weiterhin geöffnet
- Die Hálsanefshellir-Höhle ist nicht mehr betretbar — sie liegt im Meer
- Die Aussichtsplattformen sind zugänglich — gute Sicht auf Basaltsäulen und Reynisdrangar
- Der Parkplatz ist geöffnet — Erosion hat ihn aber bereits erreicht
Der aktuelle Stand ist unten in den FAQ zusammengefasst.
Was ist die Hálsanefshellir-Höhle?
Hálsanefshellir ist eine Meereshöhle am westlichen Ende des Reynisfjara-Strands nahe Vík í Mýrdal. Die Höhle wurde durch die Kraft des Atlantiks in die Basaltfelsen des Reynisfjall gegraben. Die Decke besteht aus perfekt geformten sechseckigen Basaltsäulen — ein natürliches Honigwaben-Muster das es so kaum woanders gibt. Serienfans kennen die Höhle womöglich als Drachenglas-Höhle aus „Game of Thrones“ – hier wurden Szenen für die Serie gedreht.

Was seht Ihr am Reynisfjara heute?
Auch ohne die Höhle ist der Strand nach wie vor beeindruckend. Schwarzer Lavasand, die Reynisdrangar-Felsen im Meer, die Basaltsäulen an den Klippen — das alles ist noch da. Und durch die eingeschränkte Zugänglichkeit ist es sogar ruhiger geworden als früher.
Was Ihr noch seht:
- Basaltsäulen an den Klippen des Reynisfjall — von den Aussichtsplattformen gut sichtbar
- Reynisdrangar — die markanten Felsen im Meer
- Schwarzer Sandstrand mit Lavasand
- Puffins — von Juni bis August nisten Papageientaucher in den Klippen
Die Reynisdrangar — Trolle die zu Stein wurden
Die Reynisdrangar sind drei bis zu 66 Meter hohe Basaltfelsen direkt vor der Küste. Laut isländischer Folklore waren es Trolle die versuchten Schiffe ans Ufer zu ziehen. Sie gingen zu spät in der Nacht hinaus — beim Morgengrauen wurden sie vom Sonnenlicht zu Stein. Heute stehen sie noch immer dort.
Basaltsäulen Island — wie entstehen sie?
Wenn Lava langsam und gleichmäßig abkühlt, zieht sie sich zusammen und bricht in sechseckigen Säulen auf. Je langsamer die Abkühlung, desto gleichmäßiger das Muster. Die Säulen am Reynisfjara entstanden Schätzungen zufolge vor rund drei Millionen Jahren bei einem Vulkanausbruch und wurden seither durch die Meereserosion freigelegt.
Sicherheit am Reynisfjara — bitte unbedingt lesen
Reynisfjara ist einer der gefährlichsten Strände Islands. Die Sneaker-Waves kommen ohne Vorwarnung und haben hier schon mehrere Menschen das Leben gekostet. Mit dem verschwundenen Sandpuffer vor der Höhle ist die Gefahr noch größer geworden.
- Niemals dem Wasser den Rücken zukehren
- Ampelsystem beachten: Grün = ok, Gelb = Vorsicht, Rot = nicht betreten
- Warnschilder ernst nehmen — keine Empfehlungen, Vorschriften
- Mindestens 30 Meter Abstand zum Wasser halten — auch wenn es gerade ruhig aussieht
- Kinder immer im Blick
Kein Foto ist es wert.
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Anfahrt & praktische Infos
- Anfahrt: Von Reykjavik ca. 180 km auf der Route 1 Richtung Osten, dann südlich auf Route 215. GPS Parkplatz: 63°24’05.9″N 19°03’33.4″W
- Aufenthalt: 45–60 Minuten
- Restaurant: Black Beach Restaurant direkt am Parkplatz
- Übernachten: Reynisfjara selbst hat keine Unterkünfte – die beste Basis ist Vík í Mýrdal, nur 5 km entfernt
Was liegt in der Nähe?
- Vík í Mýrdal — das südlichste Dorf Islands, 5 km östlich
- Skogafoss — ca. 30 km westlich
- Südisland Guide — alle Sehenswürdigkeiten entlang der Südküste
- Jökulsárlón — ca. 200 km östlich
Häufige Fragen zum Reynisfjara Strand
Ist die Hálsanefshellir-Höhle aktuell zugänglich?
Nein — Stand Juli 2026 liegt die Höhle im Meer. Der Reynisfjara-Strand selbst ist weiterhin geöffnet.
Lohnt sich ein Besuch am Reynisfjara noch?
Ja — Basaltsäulen, Reynisdrangar und schwarzer Sandstrand sind weiterhin da. Durch die eingeschränkte Zugänglichkeit ist es sogar ruhiger als früher.
Wann wird die Höhle wieder geöffnet?
Seit März 2026 kehrt langsam wieder Sand zurück, ein genauer Termin für die Wiedereröffnung steht aber noch nicht fest.
Wie gefährlich ist Reynisfjara?
Sehr gefährlich. Sneaker-Waves ohne Vorwarnung. Ampelsystem und Warnschilder immer beachten.
Wo sieht man Puffins am Reynisfjara?
Von Juni bis August nisten sie in den Klippen des Reynisfjall — von den Aussichtsplattformen gut zu beobachten.
Was sind die Reynisdrangar?
Bis zu 66 Meter hohe Basaltfelsen vor der Küste. Laut isländischer Folklore Trolle die beim Morgengrauen zu Stein wurden.
Fazit
Reynisfjara bleibt trotz der gesperrten Höhle einer der eindrucksvollsten Stopps der Südküste – schwarzer Lavasand, Basaltsäulen und die Reynisdrangar im Meer sind nach wie vor da, und durch die eingeschränkte Zugänglichkeit sogar etwas ruhiger als früher. Wichtig ist nur: Sicherheit geht immer vor, kein Foto ist die Nähe zum Wasser wert.



