Dieser Strand ist so schön wie gefährlich — und die Hálsanefshellir-Höhle war lange das Highlight davon. Die Basaltsäulen, der schwarze Sand, die tosenden Wellen — das ist einer der beeindruckendsten Orte auf Island. Seit 2026 hat sich aber einiges verändert. Was Ihr aktuell vorfindet und warum sich der Besuch trotzdem lohnt, lest Ihr hier.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026
Aktuelle Situation: Hálsanefshellir seit 2026 nicht mehr zugänglich
Ende 2025 kam es am Reynisfjara-Strand zu einem tödlichen Unfall — eine Familie wurde in der Höhle von einer Sneaker-Wave überrascht. In den Wochen danach hat die Erosion den Strand so stark verändert dass die Höhle heute direkt im Meer liegt. Der Sandstreifen vor der Höhle, der früher als Fluchtpuffer diente, ist weg.
Was das für Euren Besuch bedeutet:
- Der Reynisfjara-Strand ist weiterhin geöffnet
- Die Hálsanefshellir-Höhle ist nicht mehr betretbar — sie liegt im Meer
- Die Aussichtsplattformen sind zugänglich — gute Sicht auf Basaltsäulen und Reynisdrangar
- Der Parkplatz ist geöffnet — Erosion hat ihn aber bereits erreicht
Ob und wann die Höhle wieder zugänglich wird ist offen.
Was ist die Hálsanefshellir-Höhle?
Hálsanefshellir ist eine Meereshöhle am westlichen Ende des Reynisfjara-Strands nahe Vík í Mýrdal. Die Höhle wurde durch die Kraft des Atlantiks in die Basaltfelsen des Reynisfjall gegraben. Die Decke besteht aus perfekt geformten sechseckigen Basaltsäulen — ein natürliches Honigwaben-Muster das es so kaum woanders gibt.

Reynisfjara Strand — lohnt sich der Besuch noch?
Ja — ohne Frage. Die Höhle ist zwar nicht mehr zugänglich, aber der Strand selbst ist nach wie vor beeindruckend. Schwarzer Lavasand, die Reynisdrangar-Felsen im Meer, die Basaltsäulen an den Klippen — das alles ist noch da. Und durch die eingeschränkte Zugänglichkeit ist es sogar ruhiger geworden als früher.
Was Ihr noch seht:
- Basaltsäulen an den Klippen des Reynisfjall — von den Aussichtsplattformen gut sichtbar
- Reynisdrangar — die markanten Felsen im Meer
- Schwarzer Sandstrand mit Lavasand
- Puffins — von Juni bis August nisten Papageientaucher in den Klippen
Die Reynisdrangar — Trolle die zu Stein wurden
Die Reynisdrangar sind drei bis zu 66 Meter hohe Basaltfelsen direkt vor der Küste. Laut isländischer Folklore waren es Trolle die versuchten Schiffe ans Ufer zu ziehen. Sie gingen zu spät in der Nacht hinaus — beim Morgengrauen wurden sie vom Sonnenlicht zu Stein. Heute stehen sie noch immer dort.
Basaltsäulen Island — wie entstehen sie?
Wenn Lava langsam und gleichmäßig abkühlt, zieht sie sich zusammen und bricht in sechseckigen Säulen auf. Je langsamer die Abkühlung, desto gleichmäßiger das Muster. Die Säulen am Reynisfjara sind Millionen Jahre alt und durch die Meereserosion freigelegt worden.
Sicherheit am Reynisfjara — bitte unbedingt lesen
Reynisfjara ist einer der gefährlichsten Strände Islands. Die Sneaker-Waves kommen ohne Vorwarnung und haben hier schon mehrere Menschen das Leben gekostet. Mit dem verschwundenen Sandpuffer vor der Höhle ist die Gefahr noch größer geworden.
- Niemals dem Wasser den Rücken zukehren
- Ampelsystem beachten: Grün = ok, Gelb = Vorsicht, Rot = nicht betreten
- Warnschilder ernst nehmen — keine Empfehlungen, Vorschriften
- Nie an die Wasserlinie — auch wenn es gerade ruhig aussieht
- Kinder immer im Blick
Kein Foto ist es wert.
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Anfahrt & praktische Infos
- Anfahrt: Von Reykjavik ca. 180 km auf der Route 1 Richtung Osten, dann südlich auf Route 215. GPS Parkplatz: 63°24’05.9″N 19°03’33.4″W
- Aufenthalt: 45–60 Minuten
- Restaurant: Black Beach Restaurant direkt am Parkplatz
Was liegt in der Nähe?
- Vík í Mýrdal — das südlichste Dorf Islands, 5 km östlich
- Skogafoss — ca. 30 km westlich
- Südisland Guide — alle Sehenswürdigkeiten entlang der Südküste
- Jökulsárlón — ca. 200 km östlich
Häufige Fragen zur Hálsanefshellir-Höhle
Ist die Hálsanefshellir-Höhle aktuell zugänglich?
Nein — Stand Mai 2026 liegt die Höhle im Meer. Der Reynisfjara-Strand selbst ist weiterhin geöffnet.
Lohnt sich ein Besuch am Reynisfjara noch?
Ja — Basaltsäulen, Reynisdrangar und schwarzer Sandstrand sind weiterhin da. Durch die eingeschränkte Zugänglichkeit ist es sogar ruhiger als früher.
Wann wird die Höhle wieder geöffnet?
Unklar — ob und wann sich der Sand zurückbildet ist offen.
Wie gefährlich ist Reynisfjara?
Sehr gefährlich. Sneaker-Waves ohne Vorwarnung. Ampelsystem und Warnschilder immer beachten.
Wo sieht man Puffins am Reynisfjara?
Von Juni bis August nisten sie in den Klippen des Reynisfjall — von den Aussichtsplattformen gut zu beobachten.
Was sind die Reynisdrangar?
Bis zu 66 Meter hohe Basaltfelsen vor der Küste. Laut isländischer Folklore Trolle die beim Morgengrauen zu Stein wurden.



