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Reiten in Island: Reiturlaub, Touren & Tipps für Anfänger (2026)

von sabrina · Aktualisiert: 2. Juni 2026

Island und Pferde gehören zusammen — das merkt man schon auf der Anreise. Die Islandpferde grasen überall auf der Insel, oft direkt neben der Ringstraße. Kein Wunder dass Reiten in Island zu den beliebtesten Aktivitäten für Urlauber gehört. Ob kurzer Ausritt für zwei Stunden oder mehrtägige Streckenreittour — die Möglichkeiten sind riesig. Dieser Artikel gibt Euch einen Überblick was Euch erwartet, was es kostet und worauf Ihr achten solltet.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Quick Overview
Beste ReisezeitJuni – August
RegionGanz Island
Eintrittab ca. 100 Euro

Das Islandpferd — was macht es so besonders?

Die Islandpferde kamen vor über 1.000 Jahren mit den ersten Siedlern nach Island. Aufgrund der Abgeschiedenheit hat sich die Rasse seitdem kaum verändert — es gibt ein Einreiseverbot für Pferde auf Island seit Beginn des 20. Jahrhunderts, um die Reinrassigkeit zu schützen. Wer einmal ausgewandert ist, darf nie zurück.

Das Besondere an Islandpferden sind ihre 5 Gangarten: Schritt, Trab und Galopp kennt jeder — dazu kommen zwei islandtypische Gangarten:

  • Tölt — ein Viertakt-Gang der nahezu erschütterungsfrei ist. Für den Reiter extrem bequem, auch bei langen Ausritten. Das ist die Gangart für die Islandpferde weltberühmt sind
  • Passgang (Fliegender Pass) — eine schnelle, gleichmäßige Gangart die hauptsächlich bei Rennen eingesetzt wird

Islandpferde sind kompakt, robust und haben ein freundliches Wesen — ideal für Anfänger, aber auch für erfahrene Reiter interessant wegen der besonderen Gangarten.

Islandpferde auf einer Weide – typische Rasse mit dichter Mähne und kompaktem Körperbau

Reiten in Island für Anfänger — was muss ich wissen?

Für Anfänger ist Island tatsächlich ein guter Einstieg ins Reiten — nicht trotz, sondern wegen der Islandpferde. Die Tiere sind ruhig, gutmütig und gut ausgebildet. Kurze Touren von 1–2 Stunden sind explizit für Reitanfänger ausgelegt und werden von erfahrenen Guides begleitet.

Vor dem Ausritt bekommt Ihr eine kurze Einführung in die Gangart und den Umgang mit dem Pferd. Ihr müsst also keine Reiterfahrung mitbringen — nur Lust auf ein besonderes Erlebnis.

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Welche Reittouren gibt es?

Die Auswahl ist groß — von kurzen Ausritten bis zu mehrtägigen Touren durch das Hochland:

Kurzausritte (1–3 Stunden)
Ideal für Anfänger oder wer Reiten mit anderen Aktivitäten kombinieren will. Oft direkt ab Reykjavik oder entlang der Ringstraße buchbar. Ab ca. 60–80 € pro Person.

Halbtages- und Ganztagestouren (4–8 Stunden)
Mehr Natur, mehr Tölt, mehr Erlebnis. Für Reiter mit etwas Erfahrung. Ab ca. 100–150 € pro Person.

Mehrtägige Streckenreittouren
Das absolute Highlight für erfahrene Reiter — mehrere Tage durch abgelegene Landschaften, Hochland, Lavafelder und Küsten. Übernachtungen auf Farmen, isländisches Essen, keine Touristenmassen. Preise ab ca. 400 € für mehrere Tage.

Wo in Island kann man am besten reiten?

Reitanbieter gibt es überall auf der Insel — besonders empfehlenswert sind:

  • Reykjavik und Umgebung — viele Anbieter direkt ab der Hauptstadt, ideal für kurze Ausritte. Schon nach 20 Minuten Fahrt seid Ihr in echter Natur
  • Süden der Ringstraße — Ausritte mit Blick auf Gletscher und Vulkane, oft kombinierbar mit anderen Highlights
  • Snaefellsnes-Halbinsel — Küstenritte mit Blick auf den Gletscher Snæfellsjökull
  • Norden und Mývatn-Gebiet — Geothermale Landschaft, weniger Touristen, ursprünglicher
  • Hochland (Sommer) — für mehrtägige Touren durch die abgelegensten Gebiete Islands

Reiten in Island – Islandpferd bei einem Ausritt in isländischer Landschaft

Islandpferde — die Reitkultur der Isländer

Die Islandpferde haben in Island einen besonderen Status. Es gibt ca. 80.000 Islandpferde auf der Insel — fast so viele wie Einwohner Reykjaviks. Die Haltung ist traditionell: viele Pferde leben ganzjährig draußen, ihr dickes Winterfell schützt sie vor dem rauen Klima. Wer in Island reitet, ist Teil einer Jahrhunderte alten Tradition.

Ein wichtiges Detail: In Island wird das Islandpferd konsequent als „Pferd“ bezeichnet — nicht als Pony, obwohl die Schulterhöhe technisch gesehen ins Pony-Maß fällt. Das ist kulturell fest verankert.

Islandpferd Fohlen Island – junges Islandpferd auf der Weide

Praktische Tipps für Euren Reiturlaub

  • Kleidung: Wasserdichte Jacke und Hose, Handschuhe, warme Schichten. Das Wetter in Island kann sich schnell ändern — auch im Sommer
  • Schuhe: Feste Schuhe oder Reitstiefel. Die meisten Anbieter stellen Helme
  • Beste Reisezeit: Juni–August für die meisten Touren und das Hochland. Manche Anbieter bieten auch Winterritte an — besonders stimmungsvoll bei Schnee
  • Kosten: Kurzausritt ab ca. 60 €, Reitausflug ganztags ab ca. 100 €, mehrtägige Touren ab ca. 400 €
  • Anfänger willkommen: Fast alle Anbieter bieten explizit Touren für Nicht-Reiter an — keine Erfahrung nötig
  • Kamera sichern: Beim Tölt wird es wackelig — Kamera gut befestigen oder in der Tasche lassen

Was liegt in der Nähe?

Reiten lässt sich gut mit anderen Aktivitäten kombinieren. Besonders beliebt ist die Kombination mit den Hot Pots im Süden — nach dem Ausritt in einer heißen Quelle entspannen. Wer mehr über Islands Süden erfahren will findet alles in unserem Südisland Guide.

Häufige Fragen zu Reiten in Island

Kann man in Island ohne Reiterfahrung reiten?

Ja — die meisten Anbieter bieten explizite Anfängertouren an. Islandpferde sind gutmütig und ruhig, die Guides erklären alles vor dem Start. Kurze Touren von 1–2 Stunden sind ideal zum Einstieg.

Was kostet ein Reitausflug in Island?

Kurze Ausritte (1–2 Stunden) ab ca. 60–80 €. Ganztagestouren ab ca. 100–150 €. Mehrtägige Streckenreittouren ab ca. 400 €.

Was ist der Tölt?

Der Tölt ist eine besondere Gangart des Islandpferdes — nahezu erschütterungsfrei und sehr bequem für den Reiter. Islandpferde sind eine der wenigen Rassen die diesen Gang von Natur aus beherrschen.

Wann ist die beste Zeit für Reiten in Island?

Juni bis August — dann sind auch die Hochland-Touren zugänglich. Manche Anbieter bieten ganzjährig Touren an, im Winter mit Schnee und Nordlichter-Chance.

Darf man in Island eigene Reitausrüstung einführen?

Ja — aber sie muss desinfiziert und zertifiziert sein. Island schützt seine Pferdepopulation sehr streng vor Krankheiten. Gebrauchte Ausrüstung die im Ausland mit Pferden in Berührung kam muss nachweislich gereinigt sein.

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