Durch die faszinierenden Eishöhlen in Island betretet Ihr eine Welt aus funkelndem Eis, die verborgene Wunder unter Islands rauer Oberfläche bereithält. Eishöhlen in Island sind nicht nur einzigartige Naturphänomene, sondern auch Zeugen der ständigen Veränderung und Kraft der Natur. In diesem Beitrag geben wir Euch einen Überblick über die bekanntesten Eishöhlen Islands und verlinken Euch zu unseren ausführlichen Guides für jede einzelne.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Was sind Eishöhlen?
Eishöhlen in Island sind faszinierende Formationen, die sich innerhalb von Gletschern bilden. Im Gegensatz zu Gletscherspalten, die durch das Auseinanderbrechen des Eises entstehen, sind Eishöhlen stabile Hohlräume, die sich durch das Schmelzen des Gletschereises formen. Diese Höhlen bieten spektakuläre Einblicke in tiefblaues Eis und sind ein Paradies für Fotografen und Abenteurer.
Die bekanntesten Eishöhlen in Island im Vergleich
Island hat mehrere sehr unterschiedliche Eishöhlen – je nach Gletscher, Jahreszeit und Erfahrungslevel eignet sich eine andere. Hier die wichtigsten im Überblick, mit Link zu unserem ausführlichen Guide:
| Eishöhle | Besonderheit | Am besten für |
|---|---|---|
| Kristallhöhle im Vatnajökull | Kristallklares, tiefblaues Eis – die klassische „Eispalast“-Höhle | Fotograf:innen, klassisches Eishöhlen-Erlebnis |
| Into the Glacier (Langjökull) | Künstlich angelegter Tunnel, ganzjährig zugänglich | Familien, alle die im Sommer eine Eishöhle sehen wollen |
| Eishöhle am Mýrdalsjökull | Schwarz-blaue Eisformationen durch Vulkanasche des Katla | Wer Eis und Vulkanismus kombiniert erleben will |
| Schwarze Eishöhle im Skaftafell | Markante schwarze Färbung, Teil des Vatnajökull-Nationalparks | Kontrastreiche Fotos, Nationalpark-Kombination |
Die Höhle im Kötlujökull, einem Ausläufer des Mýrdalsjökull, gehört zur gleichen Region wie die Mýrdalsjökull-Eishöhle und wird meist im selben Ausflug angefahren – Details dazu ebenfalls in unserem Mýrdalsjökull-Guide.
Warum steht der Svínafellsjökull nicht in der Tabelle? Anders als die vier oben genannten Gletscher wird auf dem Svínafellsjökull seit 2018 keine geführte Eishöhlen- oder Gletschertour mehr angeboten – die isländische Zivilschutzbehörde warnt dort wegen Bergsturz-Gefahr ausdrücklich vor dem Betreten des Gletschers. Wer die dramatische Kulisse trotzdem sehen möchte, kann sie vom offiziellen Aussichtspunkt aus bestaunen.
Preisvergleich auf einen Blick
Die Preise unterscheiden sich je nach Höhle und Anbieter spürbar: Die Kristallhöhle im Vatnajökull kostet meist 170-190 € pro Person, Into the Glacier im Langjökull ab Húsafell rund 165 €, die Katla-Eishöhle am Mýrdalsjökull ab Vík etwa 170 €, und die Skaftafell-Eishöhle liegt mit 100-160 € meist etwas günstiger. Ein Preisvergleich beim jeweiligen Anbieter lohnt sich trotzdem immer, da Gruppengröße und Leistungsumfang stark variieren.
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Tipps für den Besuch der Eishöhlen
Beste Reisezeit für Eishöhlenbesuche
Die beste Zeit, um die Eishöhlen zu besuchen, ist in der Regel von November bis März. In dieser Zeit sind die Höhlen am stabilsten und sichersten zu betreten. Das Wetter und die Temperaturen spielen eine entscheidende Rolle bei der Formation und Zugänglichkeit der Höhlen. Ausnahme: Die künstlich angelegte Höhle im Langjökull ist ganzjährig begehbar.
Wie kalt ist es in einer Eishöhle?
Die Temperatur in Eishöhlen in Island kann variieren, liegt aber in der Regel knapp um den Gefrierpunkt oder leicht darunter. Die genaue Temperatur hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Außentemperatur, der spezifischen Lage der Höhle und der Jahreszeit. Im Winter, wenn die Eishöhlen am stabilsten und zugänglichsten sind, liegen die Temperaturen in der Regel zwischen -2 °C und 0 °C.
Es ist wichtig zu beachten, dass es in der Höhle selbst kälter wirken kann, insbesondere durch die hohe Luftfeuchtigkeit und den direkten Kontakt mit dem Eis. Daher ist es ratsam, Euch warm und in Schichten zu kleiden, wenn Ihr eine Eishöhle besucht, um gegen die kühlen Bedingungen gewappnet zu sein.
Vorbereitung auf den Eishöhlenbesuch
Bevor Ihr eine Eishöhle betretet, stellt sicher, dass Ihr gut vorbereitet seid. Warme, wasserfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind ein Muss. Da die Höhlen oft rutschig sind, ist es wichtig, Steigeisen oder ähnliche Ausrüstung zu tragen. Sicherheit geht vor – daher ist es ratsam, Euch einer geführten Tour anzuschließen.
Eishöhlentouren in Island: Was zu erwarten ist
Eishöhlen-Touren bieten eine einzigartige Erfahrung. Unter der Führung erfahrener Guides erkundet Ihr die geheimnisvollen Eislandschaften. Ihr werdet erstaunliche Eisformationen sehen und alles über die Entstehung und Bedeutung der Gletscher lernen.
Fotografieren in Eishöhlen
Das Fotografieren in Eishöhlen kann eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Einstellungen und etwas Geduld könnt Ihr atemberaubende Bilder festhalten. Nutzt das natürliche Licht und vermeidet den Blitz, um die wahre Schönheit des Eises einzufangen.
Nachhaltiger Tourismus und Eishöhlen
Beim Besuch der Eishöhlen ist es wichtig, die Umwelt zu respektieren. Vermeidet es, den Gletscher zu beschädigen und hinterlasst keinen Müll. Wir alle tragen die Verantwortung, diese wunderschönen Naturorte für zukünftige Generationen zu erhalten.
Häufige Fragen zu Eishöhlen in Island
Welche Eishöhle in Island ist die beste?
Das hängt von Euren Prioritäten ab: Die Kristallhöhle im Vatnajökull ist optisch am spektakulärsten (klassisches Blau-Eis), Langjökull ist die einzige ganzjährig zugängliche Höhle, und Mýrdalsjökull/Kötlujökull bieten die einzigartige Schwarz-Blau-Kombination durch Vulkanasche. Details in unserer Vergleichstabelle oben.
Kann ich im Sommer eine Eishöhle besuchen?
Die meisten natürlichen Eishöhlen sind nur von November bis März sicher zugänglich. Eine Ausnahme ist die künstlich angelegte Höhle im Langjökull, die ganzjährig geöffnet hat.
Brauche ich Erfahrung für eine Eishöhlentour?
Nein – die meisten Touren sind für Anfänger geeignet und werden von erfahrenen Guides geführt, die Ausrüstung wie Steigeisen und Helme stellen.
Fazit
Jede der vier Eishöhlen hat ihren eigenen Charakter: die Kristallhöhle im Vatnajökull für das klassische Blau-Eis-Erlebnis, Langjökull für ganzjährige Zugänglichkeit, Mýrdalsjökull für den Kontrast aus Eis und Vulkanasche, und Skaftafell für die Kombination mit dem Nationalpark. Bucht in jedem Fall eine geführte Tour, auf eigene Faust ist keine dieser Höhlen sicher zugänglich.